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Lin Geistliches
Vergebung. Wannenher du denn alles beschlossen hast, unter den Unglauben, aufsdaß du dich aller erbarmest. Darumb glaube Ich, du habest auch mich, durch deinenEydschwur unter die Gottlosen umb eben dieser Ursach willen, mit beschließen wollen,auff das du dich auch meiner für meine untheilbare Person erbarmest, deine Gnade zurBekehrung mir verleihen, und deß ewigen Lebens thcilhafftig machen möchtest. Solcherdeiner Barmhertzigkeit und Vergebung, HErr, erinnere ich dich bußfertig, in dem ichalso bete und scufftze; Gcdcnck HErr an den thcurc» Ehd, den du selbst hast ge-schworen, etc. Und da für dir liege mit meinem Gebcth, nicht auff meine Gerechtigkeit,sondern auff deine grosse Barmhertzigkeit: Meine Missethat drücket mich hart, duwölkst mir meine Sünd vergeben. Laß dirs aber gefallen HErr, daß ich mir solchdeinen VroesII, so du umb meiner Bekehrung und einigen Seligkeit wegen mit mirtl/ tt? hkW, für genehm halten, und nach dem Excmpel des gläubigen Griechischen Wcibeleinsaus 8/roxlisniee, nur fein gläubig auch für mich auslegen, auff meine untheilbare^ Person ziehen, und dadurch, daß du mich zu einem Gottlosen und Sünder machst,^ ^ Anforderung und gläubigen Zuspruch an deinen Göttlichen Eyd erlangen,
ja desselben also thcilhafftig werden, daß ich mich von meinen Gottlosen Wesen be-kehren, und nicht sterben, sondern ewig leben mag: Gleich wie gedachtes Wcibclein,durch den vcrschmählichen Hundes-Titul, dadurch du ihre wahre Demuth und gläubigeGedult Prüfest, so viel gieriger auff die Brosamen, deiner Göttlichen Gnade undund Barmhertzigkeit drang, und derselbigcn auch dcrgestallt genoß, daß sie (nach demXXXVI. Psalm truncken wurd, von dem Neichthnm deines Hauses, und mit Wollustgetränckct ward, wie mit einem Strome, indem, daß sie die gnädige Erhörung ihresGebets, und ihrer Tochter Gesundheit crlangetc, auch hinfort unter die gläubigeKinder Gottes gezehlet ward, als du zu ihr sprachest: O Weib, dein Glaube ist groß,dir geschehe, wie du wilt. Dann was soll ich anders hierauß schliessen, denn daßdirs allerdings angenehm, und gar keines Weges mißfällig sey, wenn die Sünderdeinem Wort und Eyde schlechter dinges Glauben geben, und darauff zu deinem hertz-lichcm Behagen und Wolgefnllen, sich zu dir bekehren, und in glaubiger Busse zu dirüue. V. 1. nötigen, ja mit dem lehrbcgierigem Volcke am See Genczeret sich zu dir dringen, undnur gar Gewalt thun, und daß Himmel-Reich, wie ein hungerigcr Wolfs, zu sichreissen. ülattb. XI. 12. Deßwegen du dich darüber zwar selber, an ietzangeführtcmnicht nur, mit ausdrücklichen Worten, erklärest, und solches auch an dem buß-fertigem Schecher in der That erweisest, Massen das der alte Kirchen-Lehrer Lern-lmrckus gar fleißig angemercket, und unter andern also gottselig davon geschriebenxtti/Zc«. hat: Vickete gväm oenlata Iii Vicks8, gväin Iz-neeos babsat oenlos ckiliAentiüoeonllckerate; ligviclsm latro in eruce eoAnoleit Vitium VVl in patilmlo psnckentem;an- ^vmlit Reagin Ä lxoliat; ck rsAias äivinasg; oxcs tibi eomparat; gvibus lie
loeuplstatus slt, ut inter cesleltos Vrineixss Iii collocatn.?, das ist, Schanet dochwie voller Augen der Glaube ist, und betrachtet mit desto grösserem Flcissc, wieer so gar scharff sihet; Den» der Mörder am Crcuh, erkennet den Sohn GOTtcs,welcher am Crcnü Galgen hcngt; Er übergibt, und fällt an den König mit Ge-walt nnd bringt davon, Königliche und Göttliche Güter, davon er also Reich,und Vermögend gemacht, daß er unter die Hin»ncls-Fürstcn gcstcllet worden ist.Derowcgen so kan ich auch keines Weges umbhin, dicweill ich mich in der Angst be-
finde.