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Folge 3 (1880)
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132
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Lin Geistliches

und du wirst an deine Magd gcdenckcn. I. Law. XXV. 31. Aber in Xnagoxischer,oder erhöheter Übersetzung, in dem Leichen-Texte, ein solches Wort, dadurch ein sündigersterblicher Mensch, nicht seines gleichen, sondern den allein heiligen, Barmhertzigenund gerechten ewigen GOtt, den König aller Könige und HErrn, aller Herrn, Vater,Sohn, und H. Geist, anredet, durch wahre Busse sich zu ihm nötiget, und in Kind-gläubiger Zuversicht, nmb gnädige Vergebung aller seiner Sünde und das ewige Le-ben bittet, mit dem Könige David, im XXV. Psalm. HErr gcdemkc aber mein,nach deiner Barmhertzigkcit. Und nach dem Exempel des bekehrten Schechens, Ime.-»chbh/.i XXIII. HERR gcdcncke an mich, wenn du in dein Reich kömmst.

Und dieses alles behanbtet denn nun ferner und fürs (II.) Das Wort: HErr,

(-tt. im Leichen-Texte, als welches ausf keinen vergeßlichen, ungestrencn Menschen, wie et-wann der obcngedachte Königl. Oberschencke, welcher an Joseph nicht gedacht; aberwol, (Inhalts dessen Historia) seiner vergessen hat, gewesen ist: Noch aufs eine andere1. <7or. 8, 6. Ge-Herrete Creatur, es seh im Himmel oder aufs Erden, sintemal es sind viel Götter,und viel Herren, Sondern eintzig und allein aufs den einigen GOtt den Vater, sowir haben, von welchem alle Dinge sind, und wir in ihm: Den HERRN, der NollsLobgesang und Stärcke, und sein Hcyl, das ist, seinen Gott, gerichtet ist.

Das (III.) Wort: Eyd. betreffend: So ist ein Eyd, nach Llnioloplnscher Be-nd . Eine RoliZiols oder heilige, würdige, andächtige Bcjachtznng und Bekräffti-durch welche für dargestellten, unverwerfflichen und untadelhafftcn Zeugen, als, dann GOtt der HErr, und der Tausendfältige Zeuge, das Gewissen sind, ein Menschandern etwas verspricht, und dergestalt zusagt: Das er solches, wie Recht undro. und unverbrüchlich halten will- Zwar die heilige Schläfst selbstab o.uin'w darailff mit ihrer Beschreibung; aber sie ^na^oxiliret zugleich den- selben, und eigenet darbeneben solchen GOtte dem HErrn zu, wenn sie im VI. Lap.

demselbigem also redet: Die Menschen Schweren wol bey einemgrösserem dann sie sind, und der Eyd macht ein Ende alles Hadders, dabeh es fest<?balckcncs bleibt unter ihnen: Aber GOtt, da er wolte den Erben der Verheißung überschwenglichbeweisen, daß sein Rath nicht wancket, hat er einen Ehd darzu gethan, und da erLäe. «n 0^'. ^ keinem grössern zu schweren hatte, bey sich selbst geschworen, auff daß wir durchLl-U. D. Stücke, die nicht wancken, idenn es ist unmüglich das GOtt lüge,) einen starcken

Trost haben, und halten an der angebotenen Hoffnung, welche wir haben, als aneinem sichern: und festen Ancker unserer Seele. Derowegen nun so sehet (meineLiebsten im HErrn) was doch der Hochsel. Feldmarschall, für eine Grnndfeste hat, seinesKindgläubigen Vertrauens und Zuversicht, nemlich, den theuren Eyd GOttes, und wieer Krafft desselben, mit seinem Dolo allsvsrativo und Ovinmatibus noZativis tribns sogar sehr wol außkommen, und, seine Freyheit, und Erlösung, von der höllischen Ver-damnüß, GOttes Zorn Gerichte, und dem ewigen Tode, also versichert, gantz getrostbesingen, und sagen kan: HERR,

So wahr du bist von Ewigkeit.

Ich soll nicht seyn verlohnen,

Ich soll nicht kommen ins Gericht,

Vnd den Tod ewig schinecken nicht.

Denn weil uns die heilige Schläfst ausdrücklich lehret: DaS unmüglich seh dasGOtt Lüge: So hält der Wolsel. Herr Esnerui auch beständig dafür: Das eben so

unmüglich