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Folge 3 (1880)
Entstehung
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Nonnmsnt oder Grabmahl.

König Daviden darbe») rühmen nnd sagen: Ich liege nnd schlaffe gantz mit Friede»,denn allein du HErr hilffcst mir, daß ich sicher wohne.

Dieser ist der Felß aus welchem uns das Wasser des Lebens, und alles Trostsqvillet, welcher vorgebildet worden, durch dcu Felsen in der Wüsten Raphidin» inHoreb, aus welchem Mose Wasser brachte, daß die Kinder Israel trancken.

Dieser ist der Stein an welchen »vir uns auffrichten können, »venu »vir aufs demschlipffcrigem Wege unsers Lebens gleiten und fallen, und selig ist und heilig, welcherTheil hat, an dieser ersten Auffcrstehung, über dcnselbigen, hat der Andere, das ist,der Ewige Tod keine »nacht.

Ja, ihr Liebsten, dieser ist der Felß in welches Klüfften und Ritzen, das ist,heiliger Wunden, so er sich uinb nnsert willen hat schlagen lassen, »vir uns, als ver-schüchterte Täubelein, für dein Uugewitter Göttliches Zorns verbergen, wovon dieChristliche Kirche also singet, nnd rühmet:

Gleich wie sich fein, ein Vögelein

Inn holen Felß verstecket,

Ivenns trüb hergeht, die Lufft nnstäth

Menschen nnd Vieh' erschrecket:

Also HErr Ehrist, mein Zuflucht ist

Die Höle deiner Wunden:

Wenn Siind und Tod, mich bracht in Noth,

Hab' ich mich drein gefunden.

Und eben Hieruin nun befinden wir uns, versichert, daß es uns mit unser»»»Bau-Wesen, so »vir anff diesen Grund setzen, so viel desto weniger mißlingen soll. Denn,Wer auf diesen Felsen baut,

Gb ihm gleich geht zu Handonviel unsalls hie,

Hab' ich doch nie,

Den Menschen sehen fallen,

Der sich velässt,

Anff Gottes Trost,

Gr hilfst seinen Gläubigen allen.

Anbelangend derowcgen, die Erste Zloiiuments Senke oder (!npitcl unserer

Predigt, ncinlich den Natürlichen und gesunden Verstand oder Junhalt des Leichen-Textes, so zeigen uns denselben diese Worte an, nach einander, als

I. Gedcncken.

Welches zwar nur durch geineine Übersetzung ein solch Wort ist, dadurch »viruns bey einer sehr glückseligen hohen Person gar bcweglich und bescheiden inlinniren,und unserer Noth und Anliegens halber, deroselben ihrem gnädigem Andenckcn, Sorge,Fürsorge nnd Hülffe, zuversichtiglich anvertrauen und anbefehlen. Wie es also gebrauchthat der Datriarel» Joseph, Zeit seiner unschuldigen aber harten Gcfängnüß in Egypten,gegen den Obersten Schencken des Königs solches Landes, indem er ihn also angeredet,nnd angesprochen: Aber gedencke meiner, »venu dirs wvhlgehet, und thuc Barmhertzig-keit an mir, daß du Dllarao erinnerst, daß er mich aus diesen» Hause führe, tleu.XI,. 14. Jngleichen die Friedliebende Xbixail, gegen den gesalbten König David,als sie denselben und sicheres Geleite, und Milterung seines wider ihren unbescheidenenMann den Xabal, und dessen gantzes Hauß gefaßten billigen Zorns angesprochen,nnd »inter andern also geredet hat. So wird der HErr, meinem Herrn Wolthnu,g» und

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