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Folge 3 (1880)
Entstehung
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129
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Uonumont oder Grabmahl.

Gesänge Dbsri: HErr JEsu Christ wahrer Mensch und GOTT. Sonderlich dieVersickel, wo etwan ein besonderer Trost und Labsal innen gewesen, so sich auf seinAntigen gereymet, mit eigener Stimme, bist er sxlpiriret, immer zu mit gesungen.Kot: 0. NMo.

Der Geistreiche Dbsologas Weyl in Hamburg! I) ?kilipp. Nicolai, hat sich dieser D). Uoü.-geistlichen Lieder seiner eigenen Oomxolition: Wie schön leuchtet der Morgenstern. ArndtItem: So wünsch ich ihr eine gute Nacht der Welt, und laß sie fahren. Biß eu xrae/'.-an sein seliges Ende, gantz vergnügt gebraucht, indem er unter derselbigen Wieder- Mi <?.holung von seinem Ehren- und Seelen Bräutgamme Christo JEsu, sencm söhnlichemBegehren und Wunsche nach, in daß selige Paradiß Gottes, auf- und angenommenworden ist.

Der Vornehme, aber Gottselige von Adel Herr Ligismunäus von Rechcnbergk, Ualer.-hat gleichssalls auch mit singen sein Leben beschlossen, sintemal er kurtz für seinem Herbczzsel. Ende, jwie Val i Hcrberg erzehlct) gantz freymütig und freymündig von sich selbst Avas/'.' S.zu singen angefangen; Allein z» Dir HErr JEsu Christ, mein' Hoffnung steht Mag».-anff Erde». Wenns aus worden, unterschiedlich selbst wiederholet, biß er, als ersnoch einmal von fornen anheben wollen, unter diesen halben Worten: All. All.scliglich entschlaffen, sein hertzinnigliches Verlangen erfüllet, und also, zu seinemHErrn JEsu Christo kommen.

Mehr XrAumenta und Exempcl anzuführen, achte ich für unnvhtig, weil diese,so allbereit angeführet, und vorgebracht worden sind, gnug seyn können, anzuzeigen,die nicht geringe Ursachen, so den tapsem Held, Ritter und Eonoral-Feldmarschall vonEbcrstein, bewogen haben, daß Er nebenst der Heil. Schrisft, und unfern Lzm'^^schenBüchern, auch die geistl. Lieder und Gesänge Hn. Lutheri und anderer reinen Lehrermehr, also lieb und Werth gehabt, daß er auch mit dencnselben seinen Glanben zn-erwecken, ja auch sein Leben und Sterben zu üben und zu prüfen, und also auch denverlesenen Vers zu seinem Leichen-Texte zu crwehlen, ein solches besonderes wolge-fallen gehabt hat. Schreiten derowegen in GottesNahmen, ohn ferner» Eingang, zuder Erklärung des verordneten Leichen-Textes. Weill aber unter den Helden undEdelen gebräuchlich, daß ihnen kostbare herrliche ölonumenta von Uolirten Steinen,mit oben zugespitzten Säulen und Pfeilern, auch sonst anderer Arten Pflegen auffge-richtet zu werden, daß ihr Harnisch daran gchenckt und ihrer Ritterlichen Thaten,nach langen Zeiten noch gedacht werden möge: Gleich wie ein solches, des Naecabei-^scheu Heldens Jonathans gewesen ist, zu Aoäin, welches ihmc sein Bruder Simonhatte machen lassen, I. Naee. XIII. Oder auch das sehr kostbare, Schwartz undweisse Alabasterne, unsers Hochsel. Herrn Eeneral-FeldMarschalls allhier, in dessenErbbegräbnüsse. Und das Drsbraische, so ... s dort gleichfalls täglich noch für Augenstehet, sind.

Demnach so wollen wir zu gehorsammer Abstattung auch unserer Schuldigkeit,dem Hochseligem Deutschem Helden, Ritter, und Chur-Sächsischcm Eoneral-Fcld-marschalle von Ebcrstein, auffrichtcn: Ein Geistliches No»ni»0itt.

Nicht seinen stählernen Oouras, sondern den Harnisch Gottes, darinnen Er unter derBlut-Fahne Christi gckämpfft und gestritten, zu einem Christlichem nimmer ersterbendemRuhme und Andencken seines Ritterlich gckümpfsten guten Kampffs des Glaubens, undg darinn