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Folge 3 (1880)
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128
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Ei» Geistliches

1). iNSFM,A».-

1 p. 40S.

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o. l. Ä. b.

D. N'nek

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fände, das wüste GOtt, nnd sein, über so mannichfältigei» seinem Leiden, oft so garbekümmert gewesenes, aber dnrch ein nnd anderes geistliches Lied wicderninb auch reich-lich getröstetes Hertz am besten.

Und zwar, Gelibte Zuhörer, warum solten einfältige gläubige Christen, (unterwelche sich dann der Hochsel. Eenorai, als wir oben auch schon angeführet haben,wie belesen und ansehnlich er war schlechter Dinge, mit gezchlct wissen wolte,) nichtgebrauchen können? Haben doch wol Hochcrlcnchtcte Gottcs-Männcr nnd Hochgelährte'l'Iwoloßl dcroselben sich bedienet, nnd nicht allein, in ihren schweren Anfechtungen,Leibes-Schwachheiten, ja in Todes nnb Sterbens Nöthen, sich hcrtzlich damit getröstet,nnd auffgerichtct, sondern auch denenselbcn zn ihren Hohen MisoioAischcn Verrichtungennnd Werckcn, anlast bekommen nnd genommen, oder theils auch wol gar von ihremJrrthum zu der reinen gesunden Lehre sich bekehret.

Denn von dem altem Kirchen-Lehrer ^.uAulbino führet gleichwol ein vornehmerllwoloKns u. z. an, dast solcher von sich selbst geschrieben haben solle, also: Wie er(noch für seiner Bekehrung) were nach Meiland kommen, und daselbst die Uz-mnosnnd Kirchen-Gesänge, welche aufs Verordnung des frommen Bischoffs Lmbrol'ii ge-sungen worden wcren, hettc singen hören, da were eine solche Krafft, in sein Hertzgedrungen, daß er auch aus Bewegung seines Geistes, hettc bitterlich weinen, undThränen vcrgicssen müssen: Nnd were darzn auch die erste Gelegenheit seiner Be-kehrung gewesen.

Herr Zlattlrolins gedenckt, das sich H. Imtlrsrus nicht gcschenet, oder gcschämethettc zu sagen: Er hette seine erste Gedancken der Uokorination des Pabsthnms vor-zunehmen, ans einem geistlichem Gesänge geschöpfft, nemlich dem altem von Gott nochmitten in Pabsthume unverfälscht erhaltenem Weyhnachts Legvsneo: O bsaba cnhia,gvgz taloin nrsrniki Ueäsnrtorem, O du selige Schuld, die du einen solchen Erlösererworben hast!

Meine Liebsten in Christo JEsn. Wol Werth ist gleichfalls auch allhicr mitintercalirst zu werden die Gcschicht, deß löblichen Römischen Kähscrs 1'eräinanüiUrimi, ^.nt. v. Vincke, denn, als dieselbigc Majestät Christmilden Andcnckens, unterdem Päbstischcm Joche, nnd Menschen-Satzungen, fast sehr abgetrieben, und anstgc-mergelt, nach Evangelischem Tröste gclechtzct, und, das ebenfalls auch noch für Ver-fälschung bewahrcte Uhralte Weyhnachts Liedelein: Ein Kindelein so löbclich ist unsgcbohrcn heute, von einer Jungfrau säuberlich, zn Trost uns armen Leuten, etc.Gesungen worden wäre, da Habs Sie solches durch Gottes Krafft alsobald gläubigaufs sich gezogen, die Lxplieation mit diesen Worten gemacht, und gesagt: Ich, Ich,bin auch der, von welchem ictz gesungen worden: Das Kindelein so löbelich ist gc-bohrcn, uns armen Leuten. Ich gehöre auch mit unter die armen Leute, von welchenChristus der HErr, zu denen Abgesandten ilobannis des Täusfcrs sagt: Den Armenwird das Evangelium gcprcdiget.

vootor David Unnaus, der vornehme IIisoloAns und ?rokos8or, welcher am 7.lulii 1604 verschieden, hat mit diesem Ilz-mno: Unna <üi xsrennis gstoria, Ä e. so ermit eigener Stimme von sich selbst angefangen, sein Leben seliglich bcschsossen.

Doctor Lalomon tlotsnsruo ?rotoo8c>r Unbl. anno 16U5. Hat unter dem Sterb-

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