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Ein Geistliches
Ob aber ieinands hierbei) in die Gedancken gcrathen und meyncu walte: Essind aber doch gleichwvl diese itzt augeführete Sprüche Heil. Schrisft, au und für sichselbst also klar, helle und deutlich, daß sie gar keines Roötischen dominontarü bcdarffHelten, sind auch ausser allem Zweisfel, dem Hochs, doneral, eben also bekaut undgelausftig gewesen, als das Frölichischc Stcrb-Licd, und absonderlich der verleseneVerst. Warum hat er sie dann nicht behalten, oder doch nur einen, und den anderndavon, zu seinem Leichen-Texte erwchlet? Wer soltc meynen, dast sich ein so Ernst-hafftcr, und vornehmer Kricgs-Held, eines solchen dem gemeinem Manne bekanten undbrauchbaren Sterb-Liedcs Helte bedienen sollen?
Dem wird zur Antwort gegeben: Dast dem Hvchscl. Feldmarschallen, als welcherdie Heil. Bibel, ncbcnst unfern Symbolischen Büchern, gar sleissig Pflag zu lesen, diese,und noch vielmehr andere Sprüche, (sonder Rnhmrätdigkeit) sreylich, ziemlich bekant,deßgleichcn auch, helle, klar und deutlich genug; Darbencben aber keines Weges auchverborgen gewesen seh, wo es (I.) in gemein was Herr Lutherus in der Vorredeüber sein Gesangbüchlein, reimet, da er spricht: Das Geistliche Lieder singen, gut,und Gott angenehm seh, achte ich, seh keinen Christen verborgen, dicwcil icdermannicht allein die Excmpel der Propheten und Könige im Altem Testament, die mitSingen und Klingen, mit Dichten, und allerlei) Seyten-Spicl GOtt gelobet haben,sondern auch solchen Gebrauch, sonderlich mit Psalmen, gemeiner Christenheit, vonI. <?or. Anfang kund ist. Ja auch S. Lantus solches Rpb. V. eingesetzct hat, von HertzenXI'/. pxni HErrn zu singen geistliche Lieder und Psalmen, ansf daß dadurch Gottes Wortund Christliche Lehre, ansf allerlei) Weise, getrieben werde.
Darnach und fürs (ll.)abcr insonderheit: Daß die Geistliche Lieder, ein Negotium,Geschaffte und eigenes Werck, GOttcs deS heiligen Geistes sind, und daß derselbige(so fern sie seinen Stzcknm führen, und mit der heiligen Schrisft übercin stimmen.)sich, durch solche, ja so kräfstig erweise, herrliche Andacht erwecke, und seine Gaben,in einem Gottseligem Christen Menschen zum gutem, (obschon Sseunckariö) befodere,als wenn er die heilige Schrisft selber lieset, und anß denen Brunnen Israelis un-mittelbar schöpfst, sonderlich wenn auch iezuweilen noch eine anmutige gravitätischeMelodei) darzu kömmt; Sintemal wir solches abnehmen und mercken können (I.) Andem getreuem GOTtes-Knechte, und Israelitischem Esneral N»se> und ülirjam derProphetinn Aarons Schwester, weil sie behde, den HErrn Messiam den rechten Kriegs-Mann, HErr ist sein Name mit Psalmen, mit Pausten und Reigen, einmütiglich an-gesungen, gelobet und gepreyset haben. Davon wir im II. Buch Mose am XV. (lap.lesen. Fürs (2.) An König Daviden, indem er umb der schönen Psalmen und Geist-lichen Lieder willen, so er aus und nach Gottes Worte eomxonirct, auch mit aller-hand wollautcnden gravitätischen Mclodchen, in seine Ehre, das ist, in seine Harste,gesungen, von Gott dem H. Geiste selber dieser Ruhm erlanget hat, daß er genennctworden ist: Ei» Mann lieblich mit Psalmen Israel, durch welchem der Geist, desHErren geredet hat. II. Lamn: XXIII. Und dann fürs (3.) auch endlich, an demgrossen WnndcrProphcten Elisa, in welchem durch eine geistliche anmuthige Vveal-und InstrumentalNusie die Gabe deS heiligen Geistes erwecket worden ist. II Reg. III. ILIlistoria wir die Lobe-Schrifft Herrn Nattbelii nicht unbillig mit anfügen,Vonc. II. Lauts und Jnnhalts: Gleich wie in dem edelem Saamen und Kräutern ihre
besondere