Druckschrift 
Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
125
Einzelbild herunterladen
 

125

ökonnmont oder Grabmahl.

gehalten Gottes allein weisen Rath nnd Willen, darunter in Christglänbiger Gedultzuerkennen, nnd nns dcmselbigcm, gchorsamlich zu nntcrwersfen: Dcßgleichen auchans Christlicher Liebe, nnd Hoffnung der zukünsftigen Aufferstehung, dem entseeletem,nnd dem Dreh Einigen GOtt Vater, Sohne nnd Heil. Geiste, zu einem Tempel undWohnung, in seiner Tauffe, geheiligtem Cörpcr, dieses in Gott ruhenden thenrenHcldcns, Christlichem Gebrauche nach, die letzte Ehre znbeweisen, nnd selbigen in seinRuhe Kämmerlein, ncmlich, sein Neu-erbauetes Erbbegräbnis; allster scyts der Cantzelüber, (Gestalt dann, ein solches zu thun Mir dem orciinario ?astori, exprssss ausf-getragcn worden ist) mit einer Christlichen Leichenpredigt vollends hinznbcglciten, undwir, umb eben dieser Ursach halben in dem Hanse GOttcs gegcnwertig vcrsamlct sind.Als wollen wir das unserige, nach dem Vermögen das Gott darreicht, willig undgerne leisten, und derowcgcn den verordneten und übersendeten Leichen Text, EuerChristlichen Liebe vorlesen, und (doch aber sonder alles Unchristliches Trauren undWortgepräng) einfältig erklären:

Damit aber GOtt der HErr znfödcrst dadurch geehrct, darnach dann unsersWolseligen Herrn Eensrai-Fcldmarschalls gutes Andencken, Christlich reeoiiret, dieHöchstbetrübte Leidtragende getröstet, Mänuiglich aber, gelehret, ermahnet, erbauetund gebessert werden möge, zu vorhcro ein andächtig gläubiges, Vater unser, beten.

Vater Unser, etc.

Es ist aber (Geliebte im Herrn) solch verordneter Leichen-Text, und bestehet, in

nachfolgenden Worten:

stEdcnek lsErr an den thenren Eyd/Denn du selbst hast geschworen,

So wahr du bist von Ewigkeit,

Ich soll nicht sczni verlohren,

Ich soll nicht kommen ins Gericht,

Und den Todt ewig schmecken nicht,

Dein kscyl wallst du nur zeigen.

G^Ndächtigc Zuhörer in Christo JEsn. Es sind zwar die verlesene Worte,^I^kcinc Prophetische, oder Apostolische Worte, und danuenhero nicht ans der-SsR,Hcil. Schrifft; doch sind sie Schrisftmässig, und werden zugeeignet HerrnUartiiniomaeo Frölichcn, Weyland um das Jahr Christi 1587. PfarrHcrr zuPcrrlcbergk. Wie aber dem nun sein mag, ob sie dieser, oder ein ander gedichtet,so sind sie dennoch (wie allbereit schon erinnert worden ist) Schrisftmässig. Dennsie kommen gar fein übcrein, mit dem theurem Eyde GOttes, und unsers ErlösersJEsu Christi lÄoek: am XXXIII. So wahr Ich lebe, spricht der HErr HErr, Ichhabe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen; Sondern daS sich der Gottlosebekehre, von seinem Wesen und lebe, lloimnn: V. und VIII. Wahrlich, Wahrlichich sage euch: Wer mein Wort höret, und glaubt dem der Mich gesandt hat,der kömmt nicht in das Gerichte, sondern er ist vom Tode zu Leben hindurch ge-drungen, und wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Wie auch mit denen Pro-phetischen Worten König Davids im I, nnd XLI. Psalm. Wer danck Opffcrt derpreysct mich, nnd das ist der Weg, daß ich ihm zeige das Hehl Gottes. Ich wilihn sättige» mit langen Leben, nnd wil ihm zeigen mein Hehl.

Ob