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Ein Geistliches
Das walte das 4 »ud 0, der Anfang »ud das Ende, der Herr der da ist, und der da
war und der da köint, der Allmächtige und der Lebendige JEsus Christus, mitdem Vater und Heil. Geiste, gleich ewiger wahrer Gott, Hochgclicbt, gelobt undgepreißt, in Ewigkeit, Amen.
Christo Jcsn allesammt geliebte; Insonderheit aber ihr HochbctrnbtcHoch-Adeliche Leidtragende Hertzen. Wann gesagt wird, wie das doch dieseslwr kein schlechter oder geringer Verlust sct>, nemlich, wenn der Tempel derWeißhcit verschlossen wird; Oder, die Hand des Feld-Herrn am Schwerdt;oder, des Stcurmanns an der Stcur: oder, des Fischers am Netz erstarret:So ist das alles zwar Sprich-Worts weise geredet; Aber Leider! Ach leider!bey uns zu GeHoven itzo, zu einer läutern; aber sehr bitten« Wahrheitworden, das also die Dcoverdia, mit allem Fug und Rechte, heisscn, und genennetIverden mögen, Veriverbia. Denn es stehet ja da für unseren Augen, aufs derTodten-Baare, der Weyland Hoch-Wohlgeborncr Herr, Herr Ernst All-recht von Ebcr-stcin lütter, Chnr-Fürstl. Durchlanchtigkeit z» Sachsen Hochbestalter Gcheimcr-»nd Kricgs-Nath, Cenoral Fcldmarschall, Cammer-Herr, und Oberster z» Rost nndFuß; nuff Gchofc», Nenhnnst, Pastcnbrnch, Breitlingen Gerichts ul«d Erb-Hcrr,Besitzer des Fricdcrich-Hofcs in Holstein, nnd Jnnhnbcr der Griisfl. Alannß-Fcldischcn Anibter Lcinnngcn nnd Morungcn, etc.
Denn obgleich solcher Hochscl. Ilxoollens für ihre Person, nicht wehe, sondernsehr wol geschehen, indem Sie, durch den Zeitlichen Tod, Gott der Herr, nach seinerallweisen Disposition, ans der citclcn Müheseligkeit, nnd Mühcseligen Eitelkeit dieserWelt, der Seelen nach zu sich in sein himmlisches einiges Reich gezogen, und, nachdemSie, bey gantz baufälliger Leibes Gesundheit, Ihrer seligen Anfflösnng, über Jahrcs-Frist, in gläubige Gedult crwattct, am 12. lluuii ictzlanffcndcu Jahres, zwischen 7.und 8. Uhr, vor Mittags, Ihres Alters DXXI. Jahre. 3 Tage: S. Stunden, auchdem Leibe nach, alle ihre 4etionos und Uassionos, scliglich, nnd gar fein saufst, fastohn" alles Rucken und Zucken, sich hat enden und schliessen lassen. So ist in dessengleichwol aber den« Hoch-Adelichem Hanse von Ebcrstcin, nnd Untcrthancn, dcßglcichcnKirch und Schulen, in gemein, und darnach auch einem jedwedem, so nur, Hoch-gcineldtcr Ihrer DxesII. ungemeinen Verstandes, Raths und Hülste, iemals hicbevorgenossen hat, insonderheit, ein sehr hartes erzeiget worden. Weil die Hanbt- undMittelsänle des Uhraltcn Hoch-Adel. Franckischen Hauses von Ebcrstcin: Ja, der ingantz Europa, so wol berühmt, auch bey Kaysern, Königen, Chur- und Fürsten alsotheuer und Werth geachtete Kittor, Rath, Ceuoral-Feldmarschall, Cammer-Herr undOberster, gefallen ist. Weil das Hochanschnlichc graue Haubt, der Tempel der Weiß-heit und klugen Sinne zugeschlossen und verriegelt. Weil die Tapffere, cinbsige, undvon Hcylwertigcm Schutz, Hülfe und Wolthun, sonst nie noch «nüde, oder laß ge-wordene Helden Hände gleichsam am Schwerdt, an der Stcur, am Netz, das ist, mittenin solcher Arbeit erstarret, und dadurch nicht allein die oben angeführete SprichWörter, sondern so gar auch Gottes wahrhafftiges Wort, erfüllet worden ist, in«CXDVI Psalm: Die Menschen können ja nicht helffen, denn des Menschen Geist mußdavon, und er muß wieder zu Erden werden, alßdcnn sind Verlohren, alle seine An-schläge. Wie den« allem aber nun ist, so sind «vir indessen doch schuldig nnd
gehalten