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Uns Allen bestes Vorbild ist,
von dem wir überfeine all zusammen
Als nnscrm letzten Ahnherrn stammen,
lvenn anch Gottlob der Enkel vieleNur wählten wahre Ehrenziele —-Zuletzt als Abu st er der Bravonr,
Noch unser Hvriunn» °°) fiel bei Alan« In 'lonr;
So wagt's der hcnt'ge Senior von Gottes Gnaden,
Euch, liebe vettern, doch noch einzuladenNach unserm sernsten Bsten hin,
Ivo Ihr in unsrcs Ahnherrn SinnAuch seht ein Grabmal aufgestellt,
Vas hoffentlich Euch wohlgefällt:
Es ist ein wahrer Ehrenstein,
Gilt einem braven, frommen Eberstein,
Gilt meinem lieben, sel'gcn Vater,
Der mir (trotz Jahre todt) noch oft Berather,
Zu reisen hin nach jenem fernen Gsten,lvo es auf seinem Friedhof steht,lNöcht' zu viel Müh' und Skrupel kosten;
Zlrnm sei's erlaubt (damit Ihr's seht),
Es Euch im Bilde vorzulegen,
(lvoll's Gott) anch neue Vettern-Liebe anzuregen!
Itobvri Ii. v. Il>»ai«t«!».
Feindeslicbe, Resignation nnd Verlengnung des eignen Willens im Occidcnt aus-schließlich eigen sind, ist viel höherer Art, als die der übrigen Religionen, die jemalsin Europa aufgetreten sind: aber wer deshalb glauben wollte, daß die EuropäischeMoralität sich in eben dein Maße verbessert hätte nnd jetzt wenigstens unter dengleichzeitigen cxcellierte, den würde man bald überführen können, daß unter Hindu,Bnddhaisten nnd Mohammedanern mindestens eben so viel Redlichkeit, Treue,Toleranz, Sanftmnth, Wohlthätigkeit, Edelmnth nnd Selbstverleugnung gesunden wird,als unter den christlichen Völkern, Überhaupt aber, wenn man die vortreffliche Moral,welche die christliche nnd mehr oder weniger jede Religion predigt, vergleicht mit derPraxis ihrer Bekenner, so wird man bekennen müssen, daß die Wirkung aller Religio-nen ans die Moralität eigentlich sehr gering ist. Hieran ist freilich die Glanbens-schwäche schuld. Der Glaube aber ist wie die Liebe: er läßt sich glicht erzwingen.-V man eonvino'ck a^ainst bis rvill, is ok Iba «amo opinion still. Überdies läßt sichaber gegen jede ganz allein ans religiösen Überzeugungen hervorgegangene gute Hand-lung einwenden, daß sie nicht uneigennützig gewesen, sondern aus Rücksicht ans Lohnnnd Strafe geschehen sei, folglich keinen rein moralischen Werth habe. Diese Einsichtfinden wir stark ausgedrückt in einem Briefe des berühmten Großherzvgs Karl Augustvon Weimar, Ivo es heißt: „Baron Weyhers fand selber, das müsse ein schlechter Kerlsein, der durch Religion gut, und nicht von Natur dazu geneigt sei. In vino vsritas."Die wahre moralische Grnndtriebfeder ist das Mitleid, Sie bewährt sich als die ächteschon dadurch, daß sie anch die Thiere in ihren Schutz nimmt. Vgl. ArthurSchopenhauer, die beiden Grundprobleme der Ethik S. 231 sf. — -^) Hermann Frhr.v, E. ch als Oberst nnd Kommandeur des Hohcnzollcrn'schen Füsilier-Regiments Ar, 40.Er war 1849 als Offizier des Alexander-Regiments anch mit in Dresden, wo ervon Sr, Majestät dem Könige von Sachsen mit dem Ritterkreuze des Heinrichs-Ordens geschmückt wurde. Später wurde er zum 37. wcstphäl, Fnsilicr-Reg. versetzt,welches an der Ehre des Kampfes bei N a ch v d (27, Juni 1866) unbestritten wesent-lichen Antheil hat. Hauptsächlich war es das 2, Bataillon unter dem damal, Oberst-Lieutenant Hermann Frhrn, v. Eberstcin, welches in zwei Halbbataillonen stunden-