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Kritische Bemerkungen zu dem Memorandum Sr. Durchlaucht des Fürsten Adolph zu Schwarzenberg ... die Familienstandesrechte der Herren Grafen von Seinsheim betreffend
Entstehung
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zwar zu dein mit klaren Warten ausgesprochenen Zwecke, die ansich schon vorhandene, ihm wie den übrigen Mitgliedern seinerLinie angeborne reichsständische Eigenschaft durch Mit-ausübung der Reichsstand schaft selbst gegen spätere Verken-nung oder Anzweifelung zu sichern. In Bezug auf diesesVerhältniß allein läßt sich der Ausdruck „sichern", dessen sichauch das fürstliche Memorandum — freilich ganz unpassend —bedient hat, sprachrichtig gebrauchen; denn sichern kann man sichnur, was man schon hat; das Fehlende aber muß man erst er-werben.

Das Memorandum hat aber hier wieder, wie in den vorbe-sprochenen Deductionen, den wesentlichen Unterschied zwischeneffectiver, actueller Reichs standschaft — der Eigenschaft alswirklicher ausübender Neichsstand — und der reichs-ständischen Eigenschaft — d. h. der Eigenschaft als Mit'glied eines reichsständischen Hauses ganz übersehen undbeide von einander völlig verschiedene Begriffe in einer solchenWeise durcheinander geworfen, daß hiernach, wie schon oben aus-geführt wurde, der Begriff eines reichsständischen Hauses selbsteine Unmöglichkeit sein würde. Daß aber Jemand Mitglied einesreichsständischen Hauses sein, also reichsstündische Eigenschaft habenkann, ohne actueller Reichsstand zu sein, ist doch wohl so notorisch,daß man den Leser beleidigen würde, wenn man darüber nocheine Ausführung unternehmen wollte.

8. XXII.

Diese Vermengung der Begriffe von actueller Neichs-standschaft — (d. h. Reichsstand sein) — und reichsständi-scher Eigenschaft — (d. h. Angehörigkeit zu einem reichsstän-dischen Hause) — tritt auch wieder in dem unmittelbar folgendenPassus des fürstlichen Memorandums (Anl. II. S. IX) hervor,worin das, was in dein Antwortschreiben der Fürstin EleonoreAmalie von dem Euput kamilms und von dem Seins heimi-schen Votnva xvopi'io et uZnutcnuin nomine gesagt ist, als auf