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1817,
zu geben. Wilhelmine unterstützt von ihren guten Töchtern konntesich ihr mehr widmen, was Sie bei dem besten Willen nichtkonnten; und ich bin gewiß, je länger Sophie dort bleibt, je mehrwird sie gewinnen, und je näher wird sie ihrer eigentlichen Be-stimmung zugeführt werden. Ja sie wird denn gewiß ihre Muttermehr achten lernen und, wie ich zuversichtlich hoffe, ihre Mutternicht mehr Alles machen lassen sondern sie ungeheißen unter-stützen. Außer ihren Eltern, glaube ich, ist Wilhelmine die Ein-zige, die sie zu leiten und zu zügeln versteht. Sie ist nicht nurein kluges, sie ist auch ein edles Weib, die von sehr guten undsehr richtigen Grundsätzen ausgeht. Sie wissen, was ich anSophien geschrieben habe in möglichster Liebe aber doch ernsthaft;und wenn sie noch zu mir kommen sollte, so würde ich sie dabeifesthalten. — Ich halte mehr als je an dem Grundsatze fest, daßso viel als möglich den Kindern bemerkbar gemacht werde, daßsie von ihren Eltern geliebt werden und selbst scheinbare Strengeaus dieser Liebe hervorgeht. Aber ich bin ebensosehr dafür, daßden Kindern nie gestattet werde glauben zu können, es sei Gefällig-keit, wenn sie dieses oder jenes geheißene Geschäft übernehmen.Hiemit sage ich nicht, daß dies bei Ihnen der Fall wäre; es fielnur nur so eben ein, weil ich dies in manchen Familien mit-angesehen habe, wo Mütter mit ihren Kindern in dem Tonesprachen."
Der Vater hatte Töplitz seit seiner ersten Reise dahinwiederholt besucht. In der letzten Zeit war aber der Gesund-heitzustand der Mutter so bedenklich geworden, daß er auf ärzt-lichen Rath beschloß mit ihr in diesem Sommer nach dem BadeRadeberg bei Dresden zu gehen. Dort war auch die Großmuttervor ueuu Jahren gewesen, weshalb sie der Mutter ausführlicheMittheilungen darüber machte, jedoch mit dem Zusatz, es würdesich seitdem wohl Manches verändert haben. Die Absicht desVaters ließ sich nicht leicht in das Werk richten und erfordertevielerlei Vorbereitungen besonders zu Versorgung der zahlreichenKinderschaar für die Abwesenheit der Mutter. Da trat nuuwieder die gute Großmutter rathend und helfend ein. Sie äußerte
1) Oben S. 2S8.