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2 (1869) Altvordern und Stammeltern
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erkannte, mit donnernder Stimme auf ohne die Geistesgegenwartzu verlieren; es lag in dem, was er sagte, eine geivisse Kraft,aber nichts, was er hinterher bereuen durfte." Dazu kamennoch die Bilder der Großeltern im Besuchszimmer H und der kaumzufällige Umstand, daß drei Söhne die Vornamen ihrer Oheimetrugen. Das Alles mußte auf die jungen Leute um so tieferenEindruck machen, da sie Verwandte ihres Vaters gar nichtkannten und bei seiner uns wohl verständlichen Schweigsamkeitin Betreff derselben auch wenig oder nichts von ihnen hörten.Daraus erklärt sich der schon erwähnte Einfluß der mütter-lichen Vorfahren und Geschwister auf die Richtung und Entwicke-lung der Söhne, welcher sogar noch bei einzelnen Enkeln bemerk-bar wird.

Ueber 36 Jahre hatten unsere Stammeltern ihren Ehe-und Hausstand unter den Segnungen eines wenigstens daheimununterbrochenen Friedens geführt, denn seit dem siebenjährigenKriege war kein Feind mehr in ihre Gegend gedrungen. Daüberzogen die Französischen Heerscharen nach der unglücklichenSchlacht bei Jena am 14. October l806 das Land und kamenauch nach Sommerfeld. Das schon betagte Paar erfuhr außerEinlagerung der Feinde und außer den damit verbundenenUnkosten und Störungen des häuslichen Lebens weiter keineUnbilden, empfand aber nnt den Zeitgenossen auf das Tiefstedeu Druck der eiserneu sieben Jahre bis zu den Befreiungs-kriegen. Ueber die innere Stellung und Stimmung um dieseZeit geben die Aeußerungen unseres Stammvaters aus Anlaßdes Eintritts in sein 70. Lebensjahr Aufschluß in einem Briefevom 21. Januar 1812 an seinen Sohn August: „Ich habeUrsach Gottes Güte zu preisen, die mich bis hieher gebracht undgetragen hat. Ich finde darin in der That eine sehr erwecklicheUnterhaltung, wenn ich überdenke, wie mich Gott geführt hatund wie Er nie von mir gewichen ist. Diesem pragmatischenUeberdenken meiner von Gott geleiteten Schicksale schreibe ich dieruhige Fassung zu, mit welcher ich das Ende meiner Tage

1) Oben Seite 130. Anmerkung. 2) Oben Seite 82. 3) ObenSeite 130.

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