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Genealogie der Herren und Freiherren von Bongart
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Hause Schinnen stammen, wie denn ja auch der in der Ur-kunde als Zeuge vorkommende Bruder des Herrn zu Kodesich Engelbrecht von Schinnen schreibt. Goedert und Engel-brecht sind nämlich Söhne des Ritters Winand von Schinnen (*).Dieser ist aber ein Bruder des Kitters Diedrich Herrn zuSchinnen, gemäss Urkunde v. J. 1271 bei Lacomblet. HerrDiedrich und sein Sohn Goedert hatten sich, wie es dortheisst, die Feindschaft der Cölner zugezogen. Zur Sühne,und damit dieselben sie zu ihren Mitbürgern machten, stell-ten sie der Stadt ihre Weingärten zu Elmendorf bei Honnefgelegen, zu Lehen, und verpflichteten sich überdies, derselbenin Kriegszeit vierzig Tage lang mit vier Rittern und fünfKnappen auf Erfordern beizustehen. Zeugen dieses Vertragessind unter andern Diedriclis Bruder, Winand von Schinnen,und sein Verwandter Gerart Vogt zu Cölu. — Da also dasHaus Schinnen seinen eigenen angestammten Herrn hat, einenHerrn, dessen Ahnen wenigstens bis ins zwölfte Jahrhunderthinauf reichen: so sollte man glauben, die Collation müssediesem Hause, und nicht den beiden obigen Rittern zustehen.Allein wie es hin und wieder vorkommt, dass in der Erbthei-lung das Patronatsrecht einem jüngern Sohne zugetheilt wor-den, so mag auch Ritter Winand gemeinschaftlich mit seinemjüngern Bruder dem Herrn zu Spalcbeck die Collation zuSchinnen erhalten haben. Nach Tod des Winand glaubteder Bruder ein gewisses Vorrecht zu haben, und gerieth dahermit seinem Neffen in Streit. — Eine zweite Frage ist: Wiekommt Ritter Goedert zu dem Hause Rode V Diese Fragelässt sich aus den mir vorliegenden Documenten nicht beant-worten. Wie ich aber annehme, dass unter jenem Rode, alsdessen Herr bei Lacomblet bis zum J. 1265 Werner genannt«3 wird, nicht Herzogenrode, sondern Herwinandsrode zu ver-%e.dwy stehen sei, so möchte ich ferner annehmen, dass Ritter Goe-W dert durch Heirath mit einer Tochter des Werner, Herr zuRode geworden. — Sein Sohn und Nachfolger

(*) Gemäss einer unter den Herwinandsroder Briefschaften befind-lichen Urkunde v. J. 1260 stand Ritter Winand im Solde des BrzbischofsConrad von Cöln.