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Von dcr Erziehung der Prinzessinnen (Fol. 337).
Die fürstlichen Fräulein unseres Hauses sollen auch in allenfürstlichen Tugenden erzogen sein, besonders in dcr Andacht, inder höchsten Zucht, und Schamhaftig- und Ehrbarkeit und Gottes-furcht, aus welchen die züchtigsten reinsten und getreucsten Ge-mahlinnen werden, jeden: zun: Spiegel-Exempcl, sollen auchin der Jugend und Kindheit alle fremden Sprachen erlernen,wie von denen Knaben vermeldet ist worden, dann sehr schönund lobreich stehet einer Fürstin alle Sprachen und selbige garwohl zu können, und solche nicht allein mit dem besten aevkirtzu reden, sondern auch zu schreiben, und ob es gleich sonstennicht gebräuchlich, dannoch auch die Lateinische, aufs wenigste dieIiamraniora,, man findet Fürstinnen, so solche können und deß-wegeu gelobt und gepriesen werden, als wegen der schönen Tu-gend der Wissenschaft, so auch an und bei denen Frauen zuachten und groß zu halten ist, die Musicalische Instrumentastehen denen Fürstinnen wohl an, besonders das Singen, undder völlige Verstand der Musica, daß sie auch componirenkonnten, deßwegen sie in solcher vor allen Dingen zu unter-weisen sein, die schönen Arbeiten als das Sticken und absondersdie gewählte Arbeit zieret auch eine Fürstin; nie müssig zu sein,sondern die Zeit in allen: Rühmlichen zu vollbringen, dasReißen oder Zeichnen, gar das Mahlen selbsten konnte eine Fürstinerlernen, auch die Architektur, von dieser schönen Kunst zu discurirenwissen, und ihren künftigen fürstl. Herrn Gemahl:: wissen diesfallseinzurathen, auch die oövoQomia.::: zu verstehen, alles einer FürstinLob ist, ihres künftigen Gemahls Nutzen zu befördern. . . .
So weit die Auszüge. Die Instruction schließt mit einigenbesonderen Verhaltungsmaßregeln in Betreff dcr Regierung, sowiemit der Ermahnung, sie fleißig zu lesen und sich in allem darnachzu richten.