Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
407
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gar zu weit einen Klepper heraus zu bekommen, wird schonkruiup wegen Ferne der Straßen, was aber ihre Güte anlanget,findet und ziehet man selbst so gute und schöne als selbige seinkönnen. . . .

In Welschland ist sich waö aufzuhalten, allwo vielSchönes zu sehen, wegen der Gebäu, Statuen und Gemahl,auch sausten Schönheit des Lands und ihrer Roß, deren Gutein unserem Tractat von Gestüt zu finden ist, in Welschland zuRom und Genua, besonders an dem letzten Ort seind dieschönsten Gebän der Welt zu ersehen und alldorten an bccdcnOrten in der Architektur zu perfectioniren wird mit an beedcnOrten vornehmen Architcctis und Werken, allwo Genna in derZierde sehr excclliret und Rom übertreffen will, die schönstenRoß aber zu Mantua bei selbigem Herzog zu finden sein. . . .

Im Reich, das ist in denen Reichsstädten und churfürst-lichen Höfen ist nichts oder gar wenig zu sehen, dann was alldortenRares wäre, ist anderswo auch und viel mehreres und besserbesehen worden . . . und dannenhero nur in Deutschland hin-zukommen ist, allwo ohne dieses der Weg und die Straßendurchgehet und etwan zu einem Fürsten als dahin die Inten-tion wäre zu einer künftigen Vermählung, dieselbige Fürstindurch dergleichen Durchreiß zu sehen. . . .

Nach Beobachten und Geschehenen allen, so wir von derReiß der Unsrigen geschrieben haben und das Herumreisen anallen benannten Oertern wird die völlige Reiß vollbracht sein,und sie mit Freuden wieder nach Haus kommen, allwo der Erst-geborne zu der Regirung der Justitz und der Wirtschaft zu appli-ciren sein w'rd, nicht daß ihm das völlige Regiment übergebenwerde, sondern daß er in Rath von dir zu beedcr Herrschunggenommen werde, solches und der mollnnip wie darinnen täglichverfahren wird, zu begreifen und die Regierung zu erlernen undzu practiciren und zu üben, was er in denen Rechten begriffenund gelernt hat. . . .