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Gebiete, wo und wie sie konnte, spendete ihre Vorräthe, gabKorn für die Aecker nnd suchte den Unbeschäftigten Arbeit undVerdienst zu geben. Ans diesen, Grunde ließ sie verschiedeneWirtschaftsgebäude rcnoviren nnd Halle auch, wie eine Inschriftbezeugt, die bestimmte Absicht gefaßt, das ganze Schloß um-bauen oder neu anfführci, zu lassen, obwohl es keineswegs alsbaufällig gelten konnte. Sie gelangte aber nicht mehr zur Aus-führung dieser Absicht, sondern starb, bevor sie den Van be-ginnen konnte, an, 20. Februar 1772 und wurde zu St. Ste-phan in Wien in der savoysche» Kapelle beigesetzt.
Nach ihre», Testament >), in welche», sie „Herzogin vonSavoyen, Prinzessin zu Piemont, Markgräfin von Saluzzo,Gräfin zu Soissous, des heiligen römischen Reichs geborneFürstin von Liechtenstein" u. s. w. genannt wird, war sie da-mals im Besitz der Herrschaften Kosteletz, Planian, Aurzinowes,Skworetz, Kaunitz und Rattai in Böhmen, dann Judenau, Dit-tersdorf, welche ihr nach dem Tode ihrer Mutter zugefallenwaren, und Pixcndorf (Büchsendorf) in Oesterreich unter derEnns an und auf dem Tullner Felde. Diese Güter, welche zu-sammen einen höchst beträchtlichen, schon allein ein großes Ver-mögen repräsentirendeu Besitz ausmachten, vermachte sie, denGlanz ihres Hauses zu vermehren, dem Aeltesten der damalsälteren Linie und Regierer des Hauses Liechtenstein, unter derBedingung, daß sie in den bleibenden Besitz des älteren Majo-rats treten, daß der Regierer sie stets seinem Nachfolger ingleicher Weise hinterlasse und, wenn möglich, es zu erreichentrachte, daß sie als Fideicoinmiß den, Majorate einverleibtwürden. Sie fügte aber im Testament noch andere, nnd zwarerschwerende, den Besitz belastende Bedingungen hinzu, auf derenErfüllung sie aber in so bestimmter und ernster Weise drang,daß, sollte der ernannte Universalerbe, der Regierer des Hauses,sich der Erfüllung weigern oder daran zu ändern trachten,
>) väo. Wien, 16. August; Liechtenst. Archiv 0. 114.
5. 1 MS >»!!» »>>