Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
351
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Der Verlust seiner Söhne, insbesondere zuletzt des zweiten,Franz Dominik, den er bereits als würdigen Erben und Nach-folger betrachten konnte, der Schmerz, die Früchte seiner An-strengungen ans andere übergehen zu sehen, beschleunigte denTod des Fürsten Hans Adam. Er starb am 16. Juni 1712,nachdem ihn am Tage zuvor ein Schlaganfall getroffen hatte;seine Leiche wurde nach Wranan gebracht und dort beigesetzt.Sein Testament, daS er bereits am 17. Juli 1711 aufgesetzthatte, wurde am 17. Juni 1712 eröffnet"). Obwohl nun dasFideicommiß und die Regentschaft des Hauses ans die Linie desFürsten Gnndackcr, das ist ans den Fürsten Anton Florianüberging, so blieb ihm doch durch seine vielen Erwerbungengenug, um seine überlebenden Töchter, sowie seine Neffen aufdas reichlichste zu begaben. Dem Fürsten Anton Florian, demnachfolgenden Haupte des Hauses, hinterließ er nichts, als wasderselbe nach dem Erbvertrage beanspruchen konnte und selbstweniger als das, wie der spätere Prozeß zeigt, nicht bloß, weiler denselben mit dein Besitz des Fideicommisses hinlänglich be-gütert glaubte, sondern auch wohl, weil ein gutes, freundschaft-liches Verhältnis) zwischen beiden nicht bestanden zu haben scheint.Nur die zweifelhaften und jedenfalls mehr Kosten und Mühenals Erfolg versprechenden Ansprüche auf Tesche» und die dor-tigenj Allode legirte er ihm und seinen Erben ausdrücklich.

Das Testament bestimmt zunächst einige Legate, die vonden Erben auszuzahlen sind, so für 10.000 Seelenmessen, je10.000 Gulden für das Jnvalidcnhaus in Wien, für die dreiPfarrkirchen daselbst zu St. Stephan, St. Michaelis und zuden Schotten. 30.000 Gulden werden zur Errichtung einesCapuzinerklosters bestimmt, das der Testator am liebsten aufder Herrschaft Landskron haben möchte. Die Fideicommiß- undPrimogenitur läßt das Testament den Weg des Vertrages gehen,nämlich Troppau und Jägcrndorf, Hohenstadt, Schildberg, die

>) Lüchtens!. Archiv tZ. -29.