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nämlich mit dcm Präsidium der Girobank, die im Jahre 1704zu Wien errichtet wurde.
Damals, im Sommer 1703, waren die Finnnzcalamitütender Monarchie ans das höchste gestiegen. Die verwickelten KriegS-asfairen aller Orten gingen schlecht oder ließen sich sehr drohendan und konnten eben nur durch dir nöthigen Geldmittel wiederauf guten Fuß gebracht werden; die Generale schrieben von allenSeiten um Geld, sendeten Depeschen oder kamen selbst, da ihreTruppen vor größtem Mangel unfähig zu jeder Leistung waren.Aber die Kassen waren völlig erschöpft, die Schulden gehäuftund die Hofkammer hatte eS durch ihre ungeschickte Finanzleitungdahin gebracht, daß sie um allen Credit gekommen war. DerHauptbanquier des Staates war durch ihr Versäumuiß zumSturz gekommen, und nun wollte niemand mehr in augenblick-licher Noth etwas vorstrecken. Unter diesen Umständen ging derKaiser Leopold auf das ihm gemachte Project ein, eine Staats-bank zu gründen, welche der augenblicklichen Noth stets mit ihrenVorschüssen zu Hülfe kommen könne. Aber Plan und Einrichtungscheinen von vornherein so gemacht zu sein, daß schon die Ent-stehung der Bank nicht von dem nöthigen Vertrauen des Publi-kums, besonders des bürgerlichen und kaufmännischen, begleitetwar. Erst als der Fürst Hans Adani, der sich des allgemeinenVertrauens erfreute, zum Präsidenten der Bank ernannt wnrdc,wendete sich durch seinen Einfluß ihr wenigstens der Adel mitseinem Vermögen zu. Im Gründungspatent vom 15. Juni 1703ist bereits die Ucbcrtragung der Oberaufsicht der Bank an denFürsten Hans Adam in Gemeinschaft mit dem niederösterreichi-schen Landmarschall Grafen Otto Ehrenreich von Traun-Abens-berg ausgesprochen. Vom 23. August desselben Jahres datirteine kaiserliche Resolution, wodurch die Güter des Fürsten HansAdam von aller Verantwortung für die Girobank durchaus freierklärt werden'). Das Vertrauen, welches dem Fürsten geschenkt
') Lüchtens!. Archiv X. 140.