Fragen des Lebens nnd seiner Rcgicrnngsangclegcnhcitcn ins-besondere einen so klaren, systematischen Verstand erkennen läßt.Dies zeigt er anch in einer von ihm selbst verfaßten Jn-strnction an seinen Sohn nnd Nachfolger, welche, wenn gedruckt,einen stattlichen Band füllen und ein interessantes cnltnrgeschicht-lichcs Denkmal für seine Zeit bilden würde. Sie verbreitet sichausführlich über alle Zweige der Verwaltung, wie sie der Bc-wirthschaftung eines so großen, ausgedehnten und zum Theilweit entlegenen Güterbcsitzes angehören, welcher Feld-, Wald-und Bergbau, Fabriken, Fischfang nnd Jagd n. s. w. umfaßt;sie handelt von den Beamten, Dienern und Untcrthancn, vonder Wahl der Gattin und der fürstlichen Erziehung der Kinder,angefangen von der Wahl der Amme, von Vergnügungen undLustbarkeiten, von Küche und Keller, Bekleidung nnd Medizin,giebt ausführliche Vorschriften für die Pflege nnd Behandlungder Gemälde in der Bildergalleric, sie spricht voll Malern,Architekten, Bildhauern und Musikern, vom Umgang mit Ge-lehrten, warnt vor dem Eintritt in den kaiserlichen Dienst,welcher nur zur Vernachlässigung der eigentlichen Pflichten undAngelegenheiten führen könne u. f. w. Es ist nichts, das fürdie Sorge eines regierenden Fürsten in Frage kommen könne,das nicht in diesem ausführlichen, 350 Folioseiten umfassendenManuscripte behandelt wäre'). Wie sehr aber Fürst KarlEusebius bei allem, was in Frage kam, bis in das kleinsteDetail einzugehen verstand, das zeigt ein anderes höchst aus-führliches Manuscript, welches er unter dem Titel: „WarhafteGestüt-Ordnung" als Summe aller Vorschriften, wie es hin-sichtlich seiner Gestüte nnd Pferde zu halten sei, selbst verfaßte.Der Werth dieses Werkes wurde noch ein halbes Jahrhundertspäter vom Fürsten Anton Florian, der sich davon eine Ab-schrift machen ließ, anerkannt^).
') Licchtcnst. Bibliothek; s. Auszüge in der Beilage,st Ebendort.