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2 (1877)
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Spanier, Engländer, Türken, Siebenbürger, Kctökcmeler, Hol-stciner, Dänen nnd Ostfriesländer. Nnch dieser Anzahl derHengste ning man ans die Zahl der Stuten schließen. Er hattekein größeres Vergnügen, als wen» er die kastbaren Züge, dieer zusammengestellt hatte, an ausländische Fürsten verehrenkannte. Solche erhielten die Könige van Frankreich, Englandund Dänemark. Als Ludwig XIV. 1661 mit seiner neuenspanischen Gemahlin seinen prachtvollen Einzug in Paris hielt,galt für den schönsten Zug von allen derjenige, welchen ihmFürst Karl Eusebius verehrt hatte; er zog den Leibwagcn derKönigin. Die schönsten seiner Stuten waren fast alle spanische,ungarische oder dänische, er sing auch an englische Stuten zuhalte», die er mit Berbern belegen ließ >).

Diese Liebhaberei kostete allerdings enorme Summen. Des-gleichen war seine Hofhaltung nicht billig, wie er auch sonst einfreigebiger Herr war und insbesondere den verarmten Adel viel-fach unterstützte. Er hielt sich eine berittene Carabinicrgardevon fünfzig Mann, die ebenso kostbar mit Pferden wie mitKleidung ausgestattet war. Hofstaat lind Bediente waren äußerstzahlreich und ebenso waren Beamte auf den Herrschaften viel-leicht in Ueberfluß vorhanden. Seine Edelknaben ließ er aufsbeste unterrichten. Seine Jägerei war mit Jägermeistern, Forst-meistern, Falknern u. s. w. glänzend bestellt. An seinem Hose er lebte meist zu Feldsberg und kam ungern an das kaiser-liche Hoflager nach Wien hielt er Komödianten und einemehr überhäufte als wohlbesetzte Capelle von Musikern undSängern; daneben fanden sich auch allerlei Abenteurer ein, Ge-heimbündler, Roscnkrenzer, Alchymisten und Adepten, die denStein der Weisen und die Kunst Gold zu machen suchten, undzogen ihn in ihr Treiben hinein.

Dessenungeachtet gelang es dem Fürsten Karl Eusebiusmit seiner Sorgfalt, Aufmerksamkeit nnd Selbstverwaltung

st Häckelberg, t/Äts. I,ieelitsn»tsinig.n!v, Manusce. in der Liech-tenst. Bibl.

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