Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
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vom General KönigSmark i»i Sturm eingenommen, gcbrand-schatzt und mit vielen Leiden heimgesucht, Mcmtecneuli wnr,der sie wieder befreite; dann blieb sie während der letzten Zeitdes Krieges verschont.

Andererseits dachte Fürst Karl Eusebius, obwohl er diebürgerlichen und politischen Privilegien bestätigt hatte, nichtdaran, der Stadt und dem Lande in Bezug ans die Religionfreies Spiel zu lassen. Er wollte den Katholicismns wiedergründlich eingeführt haben, und begnügte sich daher nicht mitden oben angegebenen Maßregeln, sondern glaubte die katholischeJugenderziehung das beste auf die Zukunft wirkende Mittel.Er berief daher die Jesuiten oder vermehrte ihre Zahl, gabihnen ein Hans neben dem Schlosse und errichtete durch sie einegroße Schule. Als die Schule wuchs, von zwei ans sechs Classenstieg, machte er 1642 daneben ein förmliches Jesuiten-Collegium,gab 10.000 Gulden zur Erbauung eines Gebäudes und einerKirche für dasselbe, und 40.000 Gulden zum Unterhalt oderbis zur Erlegung dieses Capitals eine jährliche Summe von2400 Gulden").

So wenig wie bei der Huldigung wurde auch später dasRecht des Hauses Liechtenstein ans Troppan wieder ernstlich an-gefochten. Zwar beruhigten sich die mährischen Stände nicht, diedas Herzogthum noch immer als verbunden mit der Markgraf-schaft betrachtet wissen wollten, aber erst bei der ThronbesteigungKaiser Ferdinands III. 1637 wagten sie ihre alten Ansprüchewieder zu erheben. Aber weder waren die Zeitverhältnisse derAustragung eines so alten und verwickelten Rechtsstreites günstig,noch lag nunmehr den Troppauischen Stände», die sonst mitAusnahme der Stadt zu den Mährern gehalten hatten, viel aneiner Entscheidung im Sinne der mährischen Stände. Sie ver-hielten sich gleichgültig in diesem Punkte, hatten dem FürstenLiechtenstein gehuldigt und erschienen aus dem schlesischcn Landtage

') Ens, ->. ci. O. l.32. III. 146,