Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
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^)ou Karl Eusebius mag mau das Wort des Dichtersgebrauchen:

Was Du ererbt von Deinen Väter» hast,

Erwirb es, um es zu besitzen,

denu eine große Aufgabe seines Lebens war es, dasjenige, wasin den friedlosen, fast rechtlosen Zeiten in dem ersten Jahrzehntdes dreißigjährigen Krieges durch seinen Vater an das sürstlicheHaus gekommen war, gegen die Anfechtungen zu vertheidigen,wirklich erst zu erwerben und als Besitz für alle Zukunft zusichern. Diese Aufgabe gelang ihm, wenn auch mit großen Opfern.

Fürst Karl Eusebius war kein Staatsmann wie sein Vater,kein Soldat oder Diplomat wie seine Oheime. Nur kurze Zeitim Staatsdienste thätig, verfloß sein ganzes Leben in den Ge-schäften des Friedens, in der Sicherung und Verwaltung seinergroßen Besitzungen, in der Theilnahme, die er den Künsten undden Wissenschaften schenkte. Er hatte eine gründliche, fast gelehrteErziehung erhalten, wie sie damals im hohen Adel nicht seltenwar; er war Freund der Wissenschaft, gewandt mit der Federund schreiblustig wie sein Oheim Gundacker, daher er auch ver-schiedene Werke verfaßte; er war Gartenkünstler und Urheberdes Eisgrubcr Gartens; er war es auch, der zuerst in derFamilie Gemälde und andere Kunstwerke sammelte und denGrund der großen Galerie legte").

>) Was er gekauft hat, ist leider nicht mehr nachweisbar. Es ist dieRede von einemberühmten Hieronymus von Rafael", für den er Tausende