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2 (1877)
Entstehung
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hatte. Sodann trat er »ach dem Tode seines Bruders Max inden Besitz der Herrschaften, welche ans seinen Antheil gefallenwaren, nämlich der österreichische» Ravensburg nnd Hohenau,und der mährischen Güter Urschitz, Ottnitz und Stainitz sammtvier Dörfern bei Austerlitz und des Gutes Boseovitz. Dadurchwuchs der Umfang seines Besitzes zu einem höchst ansehnlichenGütcrcomplcx, den er mit Umsicht und Sorgfalt zu verwaltentrachtete. Er erlebte freilich noch das Unglück, säinmtlichcGüter in Mähren und Oesterreich im Jahre 1645 durch dasschwedische Kriegsvolk völlig verwüstet zu sehen. Was auf denSchlössern von Artillerie und Munition sich befand, wurde vonden Schweden mitgenommen. Wilfersdorf selbst, in welchemein Lieutenant commandirte, mußte sich ans Discretion ergeben,desgleichen Ravensburg, in welchem der Oberst Vetter sich eineZeit lang zu verthcidigen gedachte, nachdem er den Ort abge-brannt hatte. Doch mußte er sich ebenfalls alsbald ergeben').

Nach dem Tode des Kaisers, dem er lange Jahre so nahegestanden, blieb er auch bei seinem Sohne und Nachfolger KaiserFerdinand III. in derselben Stellung als Mitglied des GeheimenRathes wie als Obcrsthosmeister. Noch im Jahre 1649 ist von derAbrechnung über seine rückständige Besoldung in beiden Aemtcrndie Rede. Bei Ferdinand III. war er der älteste Geheime Rath.

Fürst Gundacker hatte seine erste Gemahlin Agnes Gräfinvon Ostfriesland bereits im Jahre 1616 am 24. Januar ver-loren. Sic starb zu Wieu und ihre Leiche wurde uach Wilfers-dorf gebracht. Agnes war die zweite Tochter des GrafenEnno III. von Ostfriesland gewesen aus dem alteu Hause Cirk-sena zu Greetshl, das mit Ulrich I. 1464 in den Rcichsgrafen-stand erhoben worden war. Ennos III. Mutter, die GemahlinEdzards II., und somit Großmutter vou Agnes, war eineschwedische Prinzessin Katharina, Tochter des berühmten KönigsGustav Wasa. Graf Enno III. war in erster Ehe vermählt

>) WNe-Urum Lnroi>. V. 717.