Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
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(Gundacker, der jüngste von Hartmanns Söhnen nnd vonjenen drei Brüdern, denen dnö HnnS Liechtenstein seinen erneuer-ten Glanz und seine Bedeutung in den letzten drei Jahrhundertenverdankt, genoß ohne Zweifel dieselbe ausgezeichnete, fast gelehrtzu nennende Erziehung wie sein Bruder Karl. Wenn auch nichtsNäheres darüber bekannt geworden, so läßt es sich aus denBegebenheiten seines Lebens schließen, sowie insbesondere ausden mancherlei Schriftstücken, die von seiner Hand übrig ge-blieben sind. Sie zeigen ihn als schnell und gewandt mit derFeder, sicher und bestimmt im Ausdruck, klar in der Auffassungvielseitig in Bildung und Erfahrung. Die Umsichtigkeit undGeschäftsgewandtheit, die er sich früh im Dienst erwarb, wirktenmitbestimmend auf seineu Lebenslauf. War sein Bruder Karlvorzugsweise bedeutend als Staatsmann und voll Thätigkeitund Thatkraft in den großen politischen Begebenheiten seinerZeit und seines Landes, hatte Maximilian sich dem Beruf desKriegsmannes ergeben, so waren es die Aemter des Hofes, derRath des Kaisers und Königs, die Administration, wo Gundackersich seine Verdienste erwarb.

Fürst Gundacker wurde am 30. Januar 1580 geboren.Wie seine Brüder trat auch er, doch erst im Jahre 1602, zurkatholischen Kirche über. Daß es aus Ueberzeugung und nichtohne reisliches Nachdenken geschah, beweist eine Schrift, die erselber darüber niederschrieb. Sie führt den Titel:Beweg-