Schaar Dänen uatcr dcm Oberste» Ranzau, besetzt gehalten. Esgeschah das nicht ohne die Sympathie der Bürger selbst, die anden Dänen Glaubensgenossen hatten und nicht ohne Grund vonSeiten ihres Fürsten, dem sie sonst von Anfang an zugestimmthatten, religiöse Rcstitntionsvcrsnche befürchteten. Fürst Karlkam nicht dazu, denn er starb, als »och die Dänen Troppauin Besitz hatten. Da erschien Wallcnstcin im Juli 1627, rück-kehrend aus Ungarn von seiner Verfolgung Mansfeld's, beschoßTroppau während vierzehn Tage und zwang die Dänen zumAbzüge und zur Uebergnbe der Stadt. Damit begann eineschreckliche Zeit für die Stadt und das Land, die Wnllcnsteincrhausten wie im eroberten feindlichen Gebiet in den schlimmstenZeiteie des dreißigjährigen Krieges; der Stadt wurde eine enormeSumme zur Zahlung auferlegt, die sie nicht zusammenbringenkonnte. Der Rest wurde den Jesuiten zur Einbringung abge-treten. Der Eroberung folgte die Katholisirung, bei welcher esso wenig wie anderswo nach Art der Zeit ohne Gewaltsam-keiten abging. Maximilians persönliche Neigung, so fromm-katholisch er war und so sehr ihm an der Restitution lag, gingkeineswegs in dieser gewaltsamen Richtung, aber er hatte mitan dem Rufe zu tragen, den sich damals das seinen Namenführende Regiment der „Liechtensteiner" zuzog. Dieses war es,welches unter dem Coinmando des Obersten von Goes mit dermilitärischen Unterstützung der Katholisirung betraut war.
Maximilians Frömmigkeit bethätigtc sich während seinesLebens in vielfacher Weise, sowie durch fortwährende Verbindung,die er mit Kirchen und Klöstern unterhielt. Wie er, so seineGemahlin Katharina. Diese wurde 1603 vom Kapuzinerordenin Prag „für ein geistlich Kind" anfgenoinmen. Das Gleichegeschah vom Eonvcnt des Karthäuserordcns nächst Brünn fürMaximilian wie für seine Gemahlin im Jahre 1613. Im Jahre1624 that dasselbe das Kloster der barmherzigen Brüder inWien, 1631 der Eremitenordcn unserer lieben Franen zu Inns-bruck im Kloster St. Joseph, und 1636 der Camaldulcnscr