dem Grafen Thür» vereinigt hatte, aufs Nene wieder drohendheranrückte, erhielt Maximilian mit dem General Montenegroden Befehl st an die ungarische Gränzc den Ungarn entgegen-zurücken. Es sammelte sich an der Donau gegen Ende desSommers eine Armee von 26.000 Mann. Auch diesmal gingenhier die Ereignisse nicht glücklich für die Kaiserlichen, doch scheintMaximilian nicht lange dabei gewesen zu sein, denn wahrendam 29. November ein Vertrag und Waffenstillstand zwischenden Kaiserlichen nntcr Montenegro und den Ungarn abgeschlossenwurde, hatte er bereits am 20. den Auftrag erhalten, in Böh-men den Oberbefehl über alles ans dem Reich nach Böhmenhereinkommende kaiserliche Kriegsvolk zu übernehmen 2). VonKriegsbegebenheiten, die er mit diesen Truppen bestanden, wirdnichts erzählt.
Ueberhaupt scheint er seitdem für einige Zeit persönlichsich aus dein Kriegsdienste zurückgezogen zu haben. Sein Regi-ment wurde 1624 an die elsässische Grenze geschickt >st, doch warer selbst sicherlich nicht dabei. Vielmehr muß er Ende des Jahres1624 wieder in Mähren commandirt haben. Am 27. Decemberdieses Jahres befiehlt nämlich der Kaiser dem Cardinal Diet-richstein die Austreibung der akatholischen Geistlichen aus Mähren,und verweist ihn auf die Hülse des Fürsten Max Liechtenstein,der mit seinen Truppen ihm den nöthigen militärischen Beistandleisten werde H. Wahrscheinlich machten ihm auch die neuerwor-benen Besitzungen viel zu thun. Seit Anfang 1627 hatte ernoch dazu in Vormundschaft seines Neffen Karl Eusebius dieRegierung des großen Besitzes seines Bruders zu führen, injenen Kriegszeiten keine leichte Aufgabe. Doch erhielt er nacheiner Nachricht im Archiv des Finanzministeriums im Jahre1628 wiederum den Oberbefehl über eine kaiserliche Armee, die
st Khevenhiller, X. 151.
st Licchtcnst. Archiv 6. 10.st Khevenhiller, X. 51g.
st Schriften der hist.-stat. Section der m.-schl. Gesellsch. XVI. 281.