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Im nächsten Jahre 1622 wurde Maximilian zum Kriegean die nördlichen (Kränzen des Reiches berufen, wo insbesondereder Markgraf von Jägerndorf in Verbindung mit dem jungenGrafen Thurm, dem Sohne des Hauptführcrs der Böhmen, dieSache des Kurfürsten Friedrich und zugleich seine eigene aufrechtzu halten trachtete. Der Kampf wurde vorzugsweise in denschlesischen Landen geführt. Maximilian kämpfte hier mit imInteresse seines Hanfes, denn Troppan und das Herzogthumseines Bruders waren in der Gewalt der Feinde. Troppanwurde zuerst nach mehrtägiger Belagerung einem Obersten desjungen Thurn entrissen. Darauf ging das feste Schloß Klingen-bcrg durch Accord au Maximilian über. Gleiches geschah end-lich mit der Festung Glatz, in welche sich der junge Thurngeworfen hatte, aber erst nachdem verschiedene Stürme versuchtund dagegen von der Stadt mehrere blutige Ausfälle gemachtworden und in derselben das Jesuiten-Collegium und das halbeSchloß durch Feuer zu Grunde gegangen. Die Ucbergabe erfolgteam 26. Octobcr 1622. Graf Thurn erhielt mit 566 der Scini-gen freien Abzug bis an die Landesgränze'). Für diese Erobe-rung, welche einen wichtigen Landestheil zum Gehorsam zurück-brachte, sendete der Kaiser (ckelo. 22. November 1622, Wels)ein Dankschreiben au Maximilians, cedirte ihm aus Erkennt-lichkeit sein Recht, das er an den Kaunitzischen Gütern besaß,verwies ihn mit der Bezahlung der Kriegskosten auf ebendieselbenund machte ihm außerdem ein Geschenk von lOO.OtX) Gulden,das ebenfalls aus den Kaunitzischen Gütern zahlbar zu machensei. Der Cardinal Dietrichstein wurde mit der Ballführung undder Ueberweisung der Güter, von denen Maximilian den Mehr-betrag über jene Summen hinauszahlen sollte, beauftragt.
Im folgenden Jahre, 1623, nahm Maximilian noch anden Kriegsbegebenhekten Theil. Da Gabriel Bethlen, der sich mit
1) Kheven hiller, IX. I6S8.
2) Lüchtens!. Archiv X. 10.
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