Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
224
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durch geordneten HanShalt im Stande gewesen war, seinen Besitzzu vermchrcu, daß der Fürst uuumehr zu den Güter», welcheihm gleich andern die Dankbarkeit des Kaisers verlieh, nachandere kaufte, daraus wurde ihm eine Quelle großer Acrgcrnisseund Barwürfe. Und dach hätte man umgekehrt die Sache auchals ein Verdienst betrachte» kännen, da in dieser kriegö- unddraugvalleu Zeit gar viele Besitz und Vermögen ganz adcr thcillweise eingebüßt hatten^ wenige sich in salchen Verhältnissen bcfanden, um im Großen sofort mit baaren Summen kauffähig zusei», andere nicht den Mnth hatten, weil sie dem Bestand derDinge nicht trauten.

Obwohl der Kaiser selbst den Anschuldigungen wenigstenskeine praktische Folge gab und den Fürsten Karl ungckränkt inseiner bedeutungsvollen Wirksamkeit ließ, konnte doch dieser selbstdieselben nicht unberücksichtigt lassen. In einem Schreiben, daser von Landskron am 15. Februar 1626 an den Beichtvaterdes Kaisers, den Pater Jonas Ladnizer, richtet >), bricht er inbittere Klagen ans. „Was anlangt meine Abreibung, daß etlichesolche soweit verwerfen und verneinen, daß ich davon nichts be-gehren soll, weiß ich darauf nichts anderes zu antworten, alsdaß dieselbe meine Abreitung entweder billig oder unbillig ist;ist sie billig, was scheuen sie mir vorzuhalten? worinnen? weilich auch bis llaw allein auf gute Richtigkeit, nicht aber aufeinige Anweisung oder Bezahlung und — wo Bedenken dabeiwäre — auf Communication zu meiner Erlciterung noch zurZeit gedrungen, ist es denn Sache, daß bcmeldte Abreitungbillig, warum tadeln sie dieselbe? Thun sie es darum, weil IhreMajestät mir viel Gnaden gethan, halte ich dafür, was siegcthan, hätten sie A-ratis geschenkt, und nicht daß ich es kaufenund womit anderen als meinen vorigen und noch währendentreuen Diensten zahlen sollen. So bin ich auch nicht allein, dervon Ihrer Majestät große Gnaden empfangen, sondern sind

st Walberg, Osnsalo^ia und Manuscr. in der Liechtenst. Bibl.