Tilly ui» eine genügende Anzahl bayerischer Soldaten ersuchtwerde», bis man nichts mehr zu besorgen habe. Schreiben desKaisers vom 2. Juni 1621 >).
Am 12. Juni kann der Fürst darauf antworten, daß alleszur Exemtion vorbereitet und angeordnet, und daß dafür der21. Juni festgesetzt sei. Bis dahin konnte noch eine Rücküußernng dcö Kaisers stattfinden, die auch eintraf. Die Anwesenheitder bayerischen Soldaten erklärt der Fürst nicht für nothwendig,da des Obersten von Wallcnstein Regiment, das gute Zucht undOrdnung halte, zugegen sei und auch 760 sächsische Reiter heran-gezogen werden könnten. Auch in Bezug auf eine andere Ent-scheidung des Kaisers ersucht er um Abänderung, diejenigenämlich, wonach die akatholischen Verurtheiltcn den Trost einesSeelsorgers Augsburgischcr Confession nur im Gefängniß habensollen, nicht aber aus dem letzten Wege. Im Einvcrständniß mitden übrigen Commissarien des Gerichtes bittet er, auch dieseBegleitung zuzugestehen, was denn auch in der Autwort desKaisers vom 16. Juni geschah 2). Der Kaiser bewilligt ebenfallsdie Umwandlung der Todesstrafe bei zwei anderen Verurtheiltcnin Gefängniß, um welche der Fürst ersucht hatte, „weil dieselbenmit ziemlich hohem Alter beladen, thcils die mnltitaclo llolin-czuolltium, vermög der Rechte, die xoonuin billig mitigirensolle, damit nicht so viel Blut vergossen werde".
In der erwähnten Autwort des Kaisers vom 16. Junigicbt derselbe seine Zustimmung zur Exemtion. „Aus Dr. L.Schreiben haben wir weiter vernommen, was vor ein Tag zurExemtion augesetzt, auch sonsten der Assccnration halber vorVcrsehung beschchen solle. Mit welchem einem und dem andernwir dann gnädigst zufrieden sein, nur allein, daß ja alles mitguter Richtigkeit und Ordnung fürgenommcn, auch ruhiglichvollzogen werde". Der Fürst habe dann, schließt der Kaiser,
>) d'Elvert, 72.y Ebcndort, 74. 88.