Pferde sind; die Lente mögen sich dabei behelfcn, wie sie können.Bei der sechsten Caravanserai, Hassan Pascha genannt, erhobsich ein Streit zwischen den begleitenden Türken und dem Dol-metsch des Gesandten, Peter Horvat, der von einem der Tzauschenbei dem Einstellen der Pferde beleidigt und mit dem Fuße ge-stoßen wurde. Der Gesandte verlangte von den Türken Be-strafung des Schuldigen und erklärte, augenblicklich einen Botenmit seiner Beschwerde zum Pascha zurückschicken zu wollen; erwerde von Nissa, dem nächsten Ruheortc, nicht weiter reisen,bis er Genugthuung erhalten, oder aber er werde mit allenGeschenken wieder zurückkehren. Die Türken legten sich aufsBitten für ihren Kameraden, doch gewährte der Gesandte nichteher Verzeihung, als bis die Bastonadc oder Carabazzada zu-gestanden und alles zur Exemtion bereit war. Die Festigkeitdes Gesandten nützte ihm auch in anderer Weise. Die begleiten-den Türken hatten den Auftrag vom Pascha erhalteu, die Lebens-mittel für die Gesandtschaft zu besorgen, und es war ihnen zudiesem Zwecke eine große Summe Geldes mitgegeben worden.Sie aber kauften schlecht und ungenügend ein und behielten dasersparte Geld für sich. Bei dieser Gelegenheit machte ihnen derGesandte auch darüber ernstliche Vorstellungen, was den ge-wünschten Erfolg hatte.
Die siebente Tagereise ging bis Nissa an dem gleichnamigenFlusse gelegen, einer alten, ehemals bedeutenden, von den Türkenaber arg verwüsteten Stadt, wo man indeß in einem Spitalbequeme Unterkunst fand und den folgenden Tag Rast machte.Von da ging es dann weiter auf der achten Tagereise über dasGebirg nach Curitschesma, einem christlich bulgarischen Dorfe,auf der neunten nach Pirot, auf der zehnten nach Dragomanli,auf der elfteil nach Sophia, einer ansehnlichen Handelsstadt, woman wieder für einen Tag Rast machte. An diesem Tage, eswar der 1. October, traf gerade die französische Botschaft ein,welche von Constantinopel zurückkam. Von hier ging es immerhöher und weiter ins Gebirg, zunächst nach Elliklissa, dann nach
Falke, Liechtenstein. II. Bd. 8