genoß er ein solches Vertrauen, dnß ihm im Jahre 1591 dasGencralcommnndo in Raab, der wichtigsten Festung in Ungarn,weil sie Oesterreich deckte, übertragen wurde. Leider starb erschon während dieses Cammandos 1591 in der Blüthe seinerJahre, nmsomehr bedauert, als nach seinem Tode die Festungin die Hände der Türken fiel. — Die Familiennachrichten überihn sind nicht von wesentlicher Bedeutung. Räch dem Tode seinesBruders Hartmnnn erscheint er als der Hanptvcrtreter seinerFamilie, daher auch als Gläubiger des Kaisers in Bezug ansjene große, oben erwähnte Summe, welche Hartman» und seineBrüder dem Kaiser geliehen hatten. In dieser Angelegenheiterhielt der Untcrkämmcrcr von Mähren am 29. September 1586den Auftrag, bedacht zu sein, wie Herr Georg Erasmus vonLiechtenstein von seinen 67.925 Gulden, die er zu fordern hatte,doch wenigstens mit der Hälfte befriediget werden könne. Daaber wegen Geldmangel die Zahlung nicht erfolgen konnte,wurde Georg Erasmus am 24. October desselben Jahres be-nachrichtigt, daß er für ein Jahr länger Geduld haben möge.Am 16. November und 2. December wurde dem Unterkämmererin Mähren wiederum aufgetragen, in Abschlag auf die nunmehrzu 58.222 Thaler angewachsene Forderung aus den Contri-butionsgefällen 18.000 Thaler zu zahlen. Da dies ebenfallsnicht geschehen konnte, so wurde Georg Erasmus wieder ersucht,daß er und seine Brüder diese Summe bei Ihrer Majestätgegen Interessen auf mehrere Jahre still liegen lassen mögen.Allein, da die Herren von Liechtenstein, wie es scheint, dringendGeld bedurften und 1589 aufs Neue um Zahlung einkamen,so erhielt der Unterkämmerer von Mähren im Februar diesesJahres den Befehl, was er in der Kasse liegen habe, nämlichdie Summe von 31.386 Thaler, sogleich zu bezahle» und fürdas Uebrige auf fernere Zeit mit Geduld zu verweisen. GeorgErasmus und sein Bruder Johann Septimius verstanden sichdazu, 30.000 Thaler auf Abschlag zu nehmen, unter der Be-dingung, daß ihnen der Ueberrest innerhalb Jahresfrist in zwei
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