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Landtag, der sich gerade zu jener Zeit in Brünn versammelte,und dieser vereinte sich zu einer Fürbitte bei dem Kaiser, welcherauch Fvlge gegeben wurde. Die Bittschrift, die im Namen allerausgestellt wurde, war vvn zwölf Herren und dreizehn Ritternunterschrieben, und unter den crstcreu befand sich auch Hartmann vvn Liechtenstein'). Zwei Jahre spater, 1589, nahmHartmaun thätigcn Antheil an der Kirchcnvisitativn, welche dieevangelischen Stände von Niedcr-Oesterrcich auf ihren eigenenHerrschaften und Gütern anordneten und zn welcher, wie bereitsoben berührt worden, Dr. Baeineistcr von Rostock berufe»worden war. Die Visitation in dem Viertel unter dem Man-hartsberg sollte zu Feldsberg, theilö auch zu Enzcrsdorf imLangenthal abgehalten werden, und es waren dazu aus demHerrenstande Hartmann von Liechtenstein und Wolf Christophvon Enzersdorf deputirt worden, und von Geistlichen außer demDr. Bacmeister und zweien anderen auch der Magister Bresnicerns,welcher damals, wie vorhin erwähnt, Pfarrer zu Feldsberg war.Es erging von Seiten der Stände eine Aufforderung an dieHerren und Landleute, ihre Geistlichen zur Prüfung (es handeltesich besonders nin den. Streit über die Erbsünde) an den be-zeichneten Ort zu senden und wenn möglich selber zugegen zusein. Wie ebenfalls oben bei den Nachrichten über Wolfgangvon Liechtenstein erwähnt worden, fand diese Visitation in demViertel unter dem Manhartsberg, welches zuletzt an die Reihekam, in den Tagen vom 13. bis zum 22. September statt. Eswerden dabei nußer den Angehörigen des Hauses Liechtensteinauch die Althan, Ehzing, Hardegg, Herberstein, Hofkircher, Jör-ger, Landau, Buchen», Rogendorf, Salm, Traun, Zelking,Zinzendorf als Anhänger der Augsbnrgischen Confession genannt.Die Prüfungen begannen am 13. September zn Feldsberg unterVorsitz von Hartmann von Liechtenstein als erstem Director. Andiesem Tage wurden die folgenden Liechtensteinischen Pfarrer geprüft:
>) Gindel»), Gesch. der böhm. Brüder, II. 247.