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Um so zahlreicher war die Nachkommenschaft seines BrudersJohann VI., der, wie bereits oben mitgetheilt worden, mit seinenzwei Gemahlinnen sieben oder gar neun Kinder gehabt hatte.Es waren fünf Söhne und zwei (oder vier) Töchter. Von diesenüberlebten ihn außer zwei Töchtern wenigstens vier Söhne:Georg VII., Wolfgang II., Johann VII. und Johann Adam.Der fünfte, Johann Sigismund Posthumns, starb in früherJugend, und zwei Töchter, beide des Namens Elisabeth (wennanders diese Nachricht richtig ist) starben bereits alsbald nachihrer Geburt im Jahre 1547. Die beiden überlebenden Töchterwaren Magdalena und Gcnovefa.
Georg VII. war im Jahre 1535 geboren, daher er, nochunmündig, nach testamentarischer Verfügung seines Vaters, wiewir oben gesehen, mit seinen Brüdern unter die Vormundschaftdes Onkels Georg Hartmann trat. Diese dauerte bis 1556, inwelchem Jahre Georg für sich und seine Brüder an GeorgHartmann wegen geschehener Rechnuugsablegung für die Vormund-schaft eine Schadlosverschreibung ausstellte'). Ans diesem Jahreschon haben wir von ihm eine vereinzelte Kriegsnachricht. Darnachnahm er an dem ungarischen Feldzuge theil und half unter Nicolausvon Bollwyl das Schloß Carothna an der Zynna erstürmen, zudessen Eroberung er nicht das Wenigste beigetragen hatte. Dar-nach wurde ihm mit seinen Knechten die Bewachung diesesSchlosses übertragen 2). Aus einer anderen Quelle ist zu ent-nehmen, daß er sich überhaupt im Türkenlriege ausgezeichnethabe und auch mit der Armee Kaiser Ferdinands bei derBelagerung von Szigeth und anderen Orten gewesen seift.Sonst stand er mit Ferdinand in anderen Beziehungen. Nach-dem er sammt den übrigen Angehörigen des Hauses Liechtensteindemselben 1556 das lange bestrittene Ruttenstein, wie schon obenerzählt worden, verkauft hatte, petitionirte er am 12. Februar
>) 21.
2) Spangenberg, Adelsspiegel II. 246.
2) Walberg's dsnealo^ia.