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Zwingli in Streit gewesen, nach Nikolsburg, Leonhards Residenz.Er mochte den Boden schon vorbereitet finden, denn sein Auf-enthalt fand keine Schwierigkeit, vielmehr sammelte er alsbaldzahlreiche Anhänger nm sich "). Er rühmt selbst die vorhandenenPrediger des Ortes, Johann Spitalmeycr und Oswald Glahtt,daß sie „so mannlich und trostlich das Licht evangelischer Klar-heit anzeigen und ans den Kerzenstock stecken, dergleichen er nochan keinem Ort wüßte noch gesehen auf Erden". Hubmcycrbrachte einen Drucker mit sich und ließ mehrere Schriften vonNikolsburg ergehen, die besonders gegen Zwingli gerichtet waren.Die erste, datirt vom Jahre 1526, führt den Titel: „Ein Ge-sprcch Balthasar Hübmörs von Fridberg, Doctors, ans McysterUlrichs Zwinglcns zu Zürch Tanfbüchlcin, von dem Kinder-tauf" n. s. w. und ist beiden Herren von Liechtenstein zu Nikols-burg, Leonhard und Johann, gewidmet. Auch eine andere Schriftüber das Abendmahl: „Ein ainfcltige Nndcrricht, auf die Wort:Das ist der Leib mein in dem Nachtmal Christi. D. Balth.Huebmör, von Fridberg. Nikolsburg 1526", wurde von Hub-meyer an Leonhard zugeeignet, und ihm darin großes Lob wegenseiner Liebe zur Wahrheit ertheilt, mit Ermunterungen zur Be-ständigkeit und Geduld in den bevorstehenden Trübsalen. DieSchriften und die Lehren Hnbmeycr's machten ein solches Auf-sehen, daß Tausende aus deu umliegenden Oertern herbeikamen,um sich in seiner Nähe in und um Nikolsburg häuslich nieder-zulassen. Die Gemeinde der Brüder soll hier allein auf 12.666gestiegen sein. Aber eben diese große Ausbreitung hier und inOesterreich rief auch schnelle Gegcumaßregcln hervor. Kaum warErzherzog Ferdinand nach dem Tode seines Schwagers, desKönigs Ludwig, bei Mohacz auch Herr von Mähren geworden,als er, nachdem er etwas freie Hand erhalten, auch sofortMaßregeln gegen die Wiedertäufer ergriff. Die Verfolgungen,von denen diese nun getroffen worden, werden in einer haud-
') Raup ach, Erläutertes cvaugel. Oesterreich, 1. Fortsetzung 51 ff.