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2 (1877)
Entstehung
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Freiung, den Zehnten und Gülten belehnt, desgleichen mit denGülten, Wein- und Gctreidezehnten zn Wilhclmsdorf >). Indemselben Jahre verkaufte er dem Kapitel auf dem Petersbergezu Brünn 72 Gulden jährlicher Zinsen zn Dürnholz. Erasmusstarb schon im Jnhre 1524 ohne Hinterlassung von Kindern.Seine Wittwe Barbara erhielt in diesem Jahre ihre Abfertigungdurch ihren Schwager Georg, der ihr freie Wohnung in Wien,jährlich 483 Pfund und 1000 Pfund für ihre fahrende Habe,nebst einigem Wein und Korn zuwies 2).

Heber diese ihre Abfertigung erhob sich später Streit, dasie ihr auf Wilfersdorf angewiesen war, dieses aber durch Georgan seinen Schwiegersohn Johann überlassen wurde. Es wurdedann in einem Vertrag von 1552 ausgemacht^), daß die ver-schiedenen Angehörigen des Hauses, unter welche die Besitzungenvon Georg und Erasmus vertheilt worden waren, ihr jederseinen Theil jährlich zuschicken sollten. Barbara erscheint indiesem Vertrag als die Wittwe von Kaspar Zierotin, den sie alsoin zweiter Ehe geheirathct hatte. In dritter vermählte sie sichmit Kaspar von Gragowsky und starb im Jahre 1578.

In dem erwähnten Vertrag von 1552 wurden noch anderePunkte ausgemacht, welche über die Hinterlassenschaft Georgsstreitig waren. Es wurde bestimmt, daß von Georgs Schuldendie Erben, nämlich Johann, Wolf Christoph, Christoph undGeorg Hartmann, ein jeder seinen gebührenden Antheil bezahlensolle; die ledigen Gründe und Gehölze betreffend, solle es beiden Theilregistcrn bleiben; ebenso solle es laut der Einigunggeschehen, wenn Einer seinen Theil verkaufen wolle; wenn vonGeorg Baarschaft gefunden werde, so solle sie allen Herren vonLiechtenstein zustehen; auch seine Fahrniß solle getheilt werden;was eine Herrschaft an Werth die andere übertreffe, das solleherausgegeben oder so viel Gülten angewiesen werden. Ihrerseits

') L. «8.

2) I,. 26.

°) I,. 41.