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2 (1877)
Entstehung
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von Liechtenstein, das Haupt der dritten Linie >). Alle Töchter,mit Ausnahme von Anna, Johanns Gemahlin, scheinen den Vaterüberlebt zu haben. Mit Georg endete männlicherscits die ältesteLinie des Hauses, da auch sein Bruder Erasmus, der schonlängere Zeit vor ihm gestorben war, keine Nachkommen hinter-lassen hatte.

Von Erasmus wissen wir verhältnißmäßig sehr wenig.Vielleicht war er, obwohl ihn die alte Genealogie 1483 geborensein läßt, der älteste Bruder, da er in der Erbcinigung von1504 zuerst genannt wird. Auch spielte er keine Rolle, die überdie Stellung und Bedeutung im Hause hinausging. In dererwähnten Erbeinigung ist seiner oben bereits gedacht worden.Im Jahre 1509 heirathete er zu Ilngarisch-Altenburg Barbara,geborne Gräfin von St. Georgen und Pöstng, Tochter Simonsund Schwester Peters Grafen von St. Georgen und Pöstng,damaligen Wojwoden in Siebenbürgens.

Im Jahre 1513 verkaufte er mit seinen Vettern Wolfgangund Leonhard an die Landstände von Nieder-Oesterreich ein inder Herrengasse zu Wien gelegenes Haus^). Aus diesem wurdedas älteste Landhaus der niederösterreichischen Stände. Es be-fand sich auf demselben Platze, wo das heutige Landhaus steht,nur daß dieses einen größeren Platz einnimmt, da noch ver-schiedene Gebäude dazu gekauft worden sind.

Im Jahre 1523 wurde Erasmus sammt seinen Vetternvon Ferdinand mit dem Hof von Poisdorf, der gesürsteten

-) M. 18.

2) v. 24.

2) Fitzinger, Versuch einer Geschichte des alten niederösterreichischenLandhauses, im Archiv für österr. Gesch., Bd. 41, S. IIS. Fitzingernennt die drei Liechtensteiner irrthümlich Gebrüder, auch konnte der drittenicht Bernhard sein, wie S. 119 zu lesen, da ein solcher nicht existirte.Wenn Weiß kern (Topogr. III. 140) Erasmus und Georg, Herren zuSteiereck, als die früheren Besitzer nennt, so ist das nicht so unrichtig, wieFitzinger meint, denn jedenfalls waren beide Brüder gemeinsame Mit-besitzer, nur war Georg auf seinen Kriegszügen abwesend.

Falke, Liechtenstein. II. Bd. 3