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1 (1868)
Entstehung
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sondere des Königs von Böhmen als Landsassen Diener gewe-sen seien, bevor dieselben der kaiserlichen Majestät Feinde gewor-den; darum sie auch nicht anders handeln könnten, als wasbeide mit ihnen schaffen würden. Der Krieg kam zum Ausbruch;welchen speziellen Antheil die liechtensteinischen Brüder daran ge-nommen, wissen wir nicht. Der am 6. September 1461 abge-schlossene Waffenstillstand brachte dem Lande keine Ruhe. Vonkeiner Seite war man eben zum Ziele gekommen und die altenMißstände dauerten fort. Daher finden wir im Frühling desnächsten Jahres die Stände wiederum in Stetteldorf versammeltund Heinrich von Liechtenstein und Veit von Eberstorf als ihreAbgeordneten nach Wien geschickt, um dort mit den Räthen desKaisers und mit dem Rathc der Stadt, die zum Kaiser hielt,wegen eines Ausgleichs zwischen diesem und Albrecht zu vermit-teln. Der Rath übernahm die Vermittlung und wendete sichdeßhalb (8. Mai 1462) an den Kaiser'). Auch die Universitätvon Wien nahm sich der Sache an und richtete am 6. Juni eindringendes Schreiben an Heinrich von Liechtenstein und Veit vonEberstorf, allen ihren Einfluß beim Herzog anzuwenden, um ihndem Frieden geneigt zu machen 2). Aber alle diese Bemühungenwaren umsonst, nur der Erzherzog stimmte den entworfenen Frie-densbedingungen bei. Kaum daß der Waffenstillstand, der ablief,verlängert werden konnte.

Im Juli tagten die Stände aufs Neue zu Tulln, wohinauch der Kaiser, obwohl er diesen Landtag nicht guthieß, seineRäthe schickte. Die Stände beschlossen ihren Tag nach Wien zuverlegen, wobei wohl der Hintergedanke war, diese Stadt demKaiser abwendig zu machen. Sie schickten zuerst als AbgesandteVeit von Eberstorf und Georg von Seiseneck, um mit dem Rathezu verhandeln. Sodann, da dieser sich willig zeigte den Landtagauszunehmen, erschienen zu näherer Verabredung in Wien alsVertreter des Landtages Heinrich voll Liechtenstein, Rüdiger von

?or>tss, a. a. O. 310.2) ?ontss, a. a. O. 323.Falke. Liechtenstein.

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