König Georg von Böhmen und daten sie um Entscheidung.Beide Liechtensteiner, Johann und Heinrich, finden wir an diesenAngelegenheiten betheiligt ^). Sie standen damals auch ans gutemFuße mit dem Könige Georg von Böhmen, der ihnen in diesemJahre (1460) alle Freiheiten und Gnaden seiner Vorgänger be-stätigte 2). Auch die beiden jüngeren Brüder Christoph und Georgwerden bei dieser Gelegenheit genannt. Der Better Wilhelm warnicht lange vorher, von der Zusammenkunft des Königs Georgmit dem Kaiser in Brünn zurückkehrend, ermordet worden. Dieösterreichischen Stände kamen noch einmal Ende März in Wnl-dersdorf zusammen und wählten sich vier Hauptlcnte, Heinrichvon Liechtenstein, Ulrich von Eitzing, Georg von Pottendorf undNicolaus Truchseß, die sie an den Kaiser schickten ihre Beschwer-den vorzutragen 3). Diesmal entschuldigte sich dieser wegen derschweren Zeiten, versprach bessere Münze und sonstige Abhülfe,ohne daß indeß irgend etwas geschah. Es blieb beim Alten.
Die Folge war, daß die österreichischen Stände sich umso fester an Erzherzog Albrecht anlehnten. Je entschiedener diesergegen den Kaiser auftrat — für den Fall eines Krieges schloßer mit den Königen Matthias von Ungarn und Georg vonBöhmen ein Bündniß, — um so bestimmter wurde auch dieStellung der Herren von Liechtenstein, die sich ganz mit ihmverbanden. Insbesondere erscheint Heinrich, dem Albrecht 1461Schloß Wexenberg und andere Güter versetzte^), in den nächst-folgenden Begebenheiten des ausbrechenden Krieges als des Erz-herzogs Freund und Rathgebcr°). Sein Name und der seinesBruders stehen an der Spitze derjenigen, die im Bunde mitErzherzog Albrecht am 22. Juni 1461 dein Kaiser einen Absage-brief schickten °). Sic erklären, daß sie des Erzherzogs und insbc-
>) Chmel, Mater. II. Iva.
2) Liecht. Archiv T. 51.
s) Pez II. 838.
4) B. 22. 28.
s) Lichnowsky VII. 48; Pez II. 938.
«) Archiv für Kunde öst. Gesch. X. 377; Pontes II. Abth. 7. Bd. 249.