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1 (1868)
Entstehung
Seite
479
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den wandeln und handeln mögen, unbeschadet durch alle voraus-gegangenen Dinge >). Es geschah dies aber nur nachtraglich, dennschon vorher standen alle die genannten Herren, die Liechtensteinerausgenommen, für den Kaiser zu Felde gegen die Ungarn. EinNachspiel findet sich noch in einer Urkunde vom 8. November1460, worin Rüdiger von Stahremberg alle Beschädigungenaufzählt, die ihm von den Gegnern des Kaisers zugefügt waren;darunter finden sich auch solche von Seiten Johanns von Liech-tenstein 2).

Hatten die Grafen von Pösing, die Herren von Ellerbachund Grafeneck sich auf die Seite des Kaisers gestellt, so schlössensich die Liechtensteiner, wie sie vorher zu König Ladislaus ge-halten, so jetzt an den Erzherzog Albrecht an. Dieser machteHeinrich schon 1459 zu seinem geheimen Rathe mit einer Besol-dung von 1900 Ducaten und der Verpflichtung, sich innerhalbeines Jahres an keinen anderen Fürsten anzuschließen^). So ge-schah es denn bald, daß sie wiederum dem Kaiser gegenüberstanden.Mit dessen Regiment, wie er es in Oesterreich nach dem Todedes Königs Ladislaus führte, war man im höchsten Grade un-zufrieden. Man warf ihm vor, daß die Fehden und Räubereien imLande nicht mehr aufhörten, daß er sie absichtlich oder durch schlechteRegierung, wie die Fehde mit dem Fronauer um das Schloß Ort,selber errege, daß das Land verwüstet sei und die Bewohnerverarmen, daß er die Münze verschlechtere, den schuldigen Soldzurückhalte oder in schlechtem Gelde auszahle, daß er die Freiheitendes Landes mißachte u. s. w. Die Unzufriedenheit war allgemein.Zu wiederholten Malen verlangten die Stände auf Versamm-lungen zu Stockem», Gelersdorf und Guntersdorf (Ende desJahres 1459 und im Anfang des folgenden) Abhilfe vom Kaiser;umsonst, sie erhielten auf alles abschlägige Antwort. Sie wen-deten sich daher an den Erzherzog Albrecht, sowie auch an den

>) Archiv XI. 1S8.

2) Chmel, Mater. II. 2SS.

2) Liecht. Archiv Z. 1.