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1 (1868)
Entstehung
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fällt dabei der Hauptsitz Stadt und Schloß Nikolsburg mitallen zugehörigen Ortschaften, Höfen u. f. w., die wie bei denübrigen Herrschaften in der Urkunde aufgezählt sind. Ferner er-hielt Wilhelm die Stadt Bocherlitz, die erst sein Vater Christopherworben hatte, sodann Kostel, die Herrschaften Lundcnburg,Herrcnbaumgartcn, Wilfersdorf, Gänscrndorf und eines derHäuser in Wien. Ans Johann und Heinrich und ihre Brüderfielen dagegen zunächst Stadt und Schloß Feldsberg, sodanndas aus der Capellcnschcn Erbschaft erworbene Steiereck, fernerMistelbach, Hakenberg, Ravensburg, Rcnkenstcin, Dürrnholzu. s. w., mit allem, was zu diesen Herrschaften und Schlösserngehörte. Nachträglich wurde noch im Jahre 1456 ein Streit aus-geglichen, der sich über das Schloß Baumgartenberg, sowie überdie Vertheilung und Vergebung der Lehen erhoben hatte. Eswurde ausgemacht, daß diejenigen, die im Lande ob der Ennszu verleihen waren, den vier Brüdern zustehen sollten, diejenigenunter der Enns aber Wilhelm').

Im klebrigen scheint sich Wilhelm nicht von seinen Vetterngetrennt zu haben. In den Jahren 1451 und 1452 stand ermit ihnen in der Versammlung des österreichischen Adels zuMartberg, Wulderstorf und Wien und nahm an den Beschlüssenfür Ladislaus gegen Kaiser Friedrich Theil. Wir werden daraufzurückkommen. Bald darauf scheint Wilhelm ganz in die Dienstedes Königs Ladislaus als sein Rath getreten zu sein. Am 19. De-ccmber 1454 befahl dieser dem Verwalter des Schlosses NchrnNabuchodonosor Nankenreuter dasselbe an Wilhelm von Liechten-stein zu übergeben 2). Am 2. September 1456 stellte er einenSchadlosbrief für Wilhelm aus, der mit hundert Wehrhaftenzu Roß und hundert zu Fuß wider die Türken ziehen werde,sodaß für jeden Reiter wöchentlich ein ungarischer Gulden undfür jeden Fußgänger ein halb Pfund schwarzer Pfennige zu zah-

') Liecht. Archiv L. * 19.2) Lichnowsky VIII. Regg. 1934 b.