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1 (1868)
Entstehung
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428
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unter denen sich auch Johann und Heinrich von Liechtenstein(letzterer an dieser Stelle bereits Hofmeister genannt) befanden.Diese sollten seine Partei verlassen und zu Ernst hinübergehen,wenn er dem Urtheil sich nicht füge"). Auch in dem neuenVertrage, der zu Pfingsten desselben Jahres zu Krems abge-schlossen wurde, erscheinen beide Brüder als Anhänger Leopoldsund bezeugen für ihn und auf seiner Seite die Urkunde. Mitdem Grafen von Hardert zu Maidburg scheinen sie unter demAdel die ersten und vornehmsten seines Anhanges gewesen zusein, denn der größere Thcil des hohen Adels hielt zu HerzogErnst. Endlich geschah es in demselben Jahre noch ein drittesMal, daß die Brüder dem Herzog Leopold zur Seite standen.Es war, als die Landstände von Oesterreich den König Sigmundzum Obmann in dein Brnderstreite gewählt hatten und diesermit einem Heere am Neusiedlersee stand, bereit seinem zu fällendenSpruche mit Gewalt Nachdruck zu geben. Herzog Leopold beeiltesich damals seine Räthe an den König zu schicken, und es kamein Vertrag zu Stande, der am 20. September 1408 zu Wienunterzeichnet wurde und unter dessen Zeugen nach dem BischofBerthold von Freising beide Liechtensteiner, Johann der Haupt-mann zu Znaim und Heinrich der Hofmeister obenan stehen 2).Die Spuren dieses intimeren Verhältnisses mit Herzog Leopoldfinden wir auch im fürstlichen Archiv, denn nach einer Urkundeaus Krems, die von demselben Jahre datirt, befreite der Herzogden beiden Brüdern einen Theil der Feste und Stadt Feldsberg,welcher bis dahin Lehen gewesen war, und nach einer anderenaus Znaim übergab er ihnen auf Anhalten der Aebtissin unddes Convcnts zu Tuln die Vogtci des Marktes Böhmischkrutbei Feldsberg, „daß sie denselben Markt ganz und gar vogtenund schirmen, inne haben und die ganze Vogtci davon nehmensollen und mögen, als Vogteirecht ist" ^).

') Kurz. a. a. O. I. 100, 102.

2) Kurz, a. a. O. I. 120; Lichnowsky V. Regg. 1040.

s) Liecht. Archiv. X. 26. 27.