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Leuten auch ferner beizustehen, wann und wo der König eSbegehre. König Wenzel erreichte dann noch Prag in demselbenJahre. Sigmunds Zorn wendete sich zunächst gegen die Herzogevon Oesterreich, weil sie ihren Gefangenen hatten entkommenlassen, und sie mußten sich alle Mühe geben, sich von dem Per-dacht zu reinigen, als sei dies absichtlich geschehen. In der Thatist es auch wahrscheinlich, daß Herzog Wilhelm, dessen Interessensich von denen König Sigmunds entfernten und der später auchoffen zu Wenzel übertrat, von der Sache wußte und sie zuließ.Dadurch wird es auch erklärlich, daß er die liechtensteinischenBrüder in keiner Weise um dieser Angelegenheit willen verfolgtzu haben scheint, vielmehr nahm er sie im nächsten Jahre (4404)durch ausdrückliche Erklärung in Gnaden wieder ans und ließalle Beschuldigung gegen sie, daß sie bei der Flucht Wenzelsbehülflich gewesen wären, gänzlich fallen ^). Wenzels Freundewaren nach dem Tode Herzog Albrechts IV., da Wilhelm sichmit Wenzel verband, auch die seinigen geworden und er bedurfteihrer umsomehr, als der Bund mit Wenzel die Feindschaft mitSigmund zur Folge hatte, und das österreichische Land ohnehinden plündernden und verheerenden Einfällen böhmischer, mährischerund ungarischer Räuberschaaren ausgesetzt war und selbst damalsder Raubritter auf festen Burgen genug hatte. Besonders wardas Land von der Donau bis zur mährischen Gränze, wo dieliechtensteinischen Besitzungen lagen, den Verwüstungen ausgesetzt,und das um so schutzloser, als die mährischen Räuber unter demSchirme des Markgrafen Jobst von Mähren standen, die Oester-reicher aber, besonders nach Herzog Wilhelms Tod (1406), derwenigstens Znaim, den festen Sitz des „Dürrntcufels" zu Fallgebracht hatte, und unter der vormundschaftlichcn RegierungLeopolds zu schwach schienen, sich ihrer zu erwehren. Theilswaren hieran die Eifersucht und der Streit zwischen den HerzogenLeopold und Ernst, in welchem wir schon einen Liechtensteiner,
h Lischt. Archiv Z. 24.