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berge zu seinem Bundesgenossen. Diesen lud der Herzog zu einerZusammenkunft ein und ersuchte ihn um seine Vermittlung imStreite, mit Bischof Georg; aber man konnte sich über die Be-dingungen nicht einigen. In dem nun entbrennenden Kampfeblieben die Grafen von Arco, unterstützt von den Venetianern,Anfangs Sieger, als aber Herzog Friedrich selbst das Land ver-ließ, um sich zu König Sigmund zu begeben, und die Venetiancrihre Hülfe zurückzogen, gewannen der Bischof und seine Bundes-genossen wieder die Oberhand. Vergebens wendeten sich die Arcoan Friedrichs Gemahlin, die Herzogin Anna, um Hülfe; diese,augenblicklich nicht im Stande die Hülfe zu leisten, knüpfteVerhandlungen mit Bischof Georg an, und es kam ein Friedeoder vielmehr ein Waffenstillstand zu Stande (5. April 1413),wonach die Anhänger beider Theilc sowohl in den Landen desHerzogs wie des Bischofs sicher sein und aller Schaden beider-seitig ersetzt werden solle; der Bischof solle sich ferner in diesemStreite nicht nach Rom wenden, wie auch Herzog Friedrich daraufverzichten. Erstercr konnte es aber nicht erreichen, daß auchseine Freunde, die von Spaur und Lodron, mit in den Vertragaufgenommen wurden, und so wendete er sich an die HerzogeErnst und Albrecht mit dem Vorschlage, sie sollten selbst zu einemvon ihnen bestimmten Tag nach Brixen, Brauneck oder an einenanderen Ort kommen, und jede von beiden Parteien solle sechsMänner von Tirol dahin mitbringen und diesen wolle manunweigerlich die Entscheidung des Streits überlassen.
Bischof Georg sollte aber von diesem Vorschlage keinenErfolg mehr sehen. Grade als Herzog Friedrich in das Etschthalkam, um seine Angelegenheiten wieder in die eigene Hand zunehmen, starb jener auf dem Schloß Nenspaur im August 1419.Die Leiche wurde ehrenvoll durch das Kapitel von Nenspaur ab-geholt und fand endlich in Tricnt die Ruhe, die dem Lebendennicht vergönnt gewesen war ch.
tz Brandis 139 (vgl. die Urk.).