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1 (1868)
Entstehung
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dem König Sigmund wieder nach Constanz zurückgekommen war,der Kirchenbann über den Herzog verhängt und vom Könige ihmseine sämmtlichen Lehen abgesprochen, ohne daß jedoch das Einewie' das Andere den erwünschten Erfolg hatte.

Die Sachlage aber änderte sich mit der Wahl des neuenPapstes Martin V. Dieser brachte (10. Mai 1418) eine Versöh-nung zwischen König Sigmund und Herzog Friedrich zu Stande,und eS war dabei die Hanptbedingung, daß er Georg das Bisthnmwieder übergebe und Schloß und Stadt Trient, die Städte Riva,Tenn, Ledro, Bötzen und Tramin, das Flcimser-, Rons- undSulzthal wieder überliefere; daß er seinen Hauptmann Parisvon Lodron veranlasse, dem Bischof die Schlösser Stenico, Ca-stelnuovo und Rocea zurückzustellen; über Pcrgine und Silvabehielt sich der König die Entscheidung vor.

Die Folge dieser Versöhnung war in der That die Rück-kehr des Bischofs Georg nach Trient. Nach Beendigung desConcils hatte sich derselbe nach Augsburg begeben; hierhinsandteihm der Herzog einen Boten und lud ihn ein mit sicherem Ge-leite zurückzukehren. Er folgte auch der Einladung, aber nunwaren es die Bürger von Trient, welche ihm den Einlaß ver-weigerten, und sie mußten erst durch die Androhung der Reichs-acht von König Sigmund gezwungen werden, ihn? die Thore zuöffnen. So nahm Georg denn wieder von seinem bischöflichenStuhle Besitz (1418).

Mit dem Herzoge Friedrich stand aber der Ausgleich nochimmer so verwickelt, daß sich neue Streitigkeiten erhoben, dieabermals zur Entscheidung der Waffen führten. Der Bischofverband sich dazu mit dem mächtigen Peter von Spaur und mitParis von Lodron, der eben noch die Schlösser des Bischofs fürden Herzog inne gehabt hatte, während Friedrich die Herren vonVillanders und insbesondere die Grafen von Arco zum Kampfeaufbot. Das Kapitel von Trient wendete sich vergebens an denPapst Martin, um Frieden zu stiften. Herzog Friedrich kam selbstnach Trient und Georg flüchtete nach Neuspaur auf dem Rons-