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Landeshauptmann des Herzogs und des Bischofs von Trientzugleich, nahm der Rotenburger eine AusnahmSstellung, die demHerzoge der Sache nach oppositionell war, in Tirol ein und erstützte sich dabei nicht wenig auf die Macht und die feindseligeHaltung des Bischofs gegen Tirol. Das, was der Herzog inAnspruch nahm, hatte ihm als Landeshauptmann von Trient bis-her gebührt. Mochte Bischof Georg die Wahrheit des Vorwurfsfühlen und sich in seinem Stolz beleidigt sehen, oder handelteer aus politischen Gründen, um seinen mächtigen Vasallen nichtzu verlieren, er gab den Worten Heinrichs nach und brach dieVerhandlungen ab.
Die Folge war ein enges Bündniß zwischen Bischof Georgund Heinrich von Rotenburg, welches alsbald weitere Folgennach sich ziehen sollte. Georg verstand es nicht die Bürger vonTrient für sich zu gewinnen; er wollte es wahrscheinlich auchnicht. Die Abneigung brach wieder in einer Empörung ans, inwelcher Georg anfs Neue die Stadt verließ und sich zum Roten-burger begab. Dieser sammelte in aller Eile Kriegsvolk, machtesich auf und erschien unversehens und unerwartet vor Trient.Kaum hatte der Führer der Bürger, Rudolf von Bellinzona, Zeitdie Bürger zusammenzurufen, als schon die Rotenburger in dieStadt drangen. Das Volk ergriff die Flucht. Rudofs von Bellin-zona Widerstand war umsonst, er wurde gefangen genommenund ans Befehl Heinrichs von Rotenburg hingerichtet. Die Stadtwurde geplündert, in Brand gesetzt und mußte nun von denwilden Söldnern büßen, was sie gegen den Bischof verbrochenhatte; ebenso wurden seine Gegner aus dem Lande und unterdem Adel vom Rotenburger verschiedentlich gestraft, wie es insolcher Fehde herzugehen pflegte. Als Herzog Friedrich von diesenEreignissen erfuhr, eilte er mit großer Macht herbei, welcherHeinrich von Rotenburg wie Bischof Georg nicht widerstehen zukönnen glaubten; jener begab sich nach Baiern, der Bischof nachWien (1410). Zwar gelang es dem Rotenburger die baierischenHerzoge zum Angriff ans Tirol zu bewegen und Georg selbst