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bis zum nächsten St. Georgitag diese Zustimmung herbeizuschaffen;thäten sie das nicht, so sollten sie sich sämmtlich in der StadtTulln stellen und dort Einlager halten, bis daß jene Zustimmungerlangt wäre, für welche die Urkunde eine bestimmte Vorschriftenthält. Diese lautet im Wesentlichen: „Wir Georg von GottesGnaden, Bischof zu Tricnt, bekennen und thun kund öffentlichmit diesem Brief, um der Ungnade und der Gefangenschaftwillen, welche die hochgebornen Fürsten Herzog Albrecht der ältere,Herzog Wilhelm, Herzog Leopold, Herzog Albrecht der jüngere —an unfern Vettern Herrn Hansen von Liechtenstein, Herrn Hart-neiden seinem Bruder, Herrn Christoph von Liechtenstein, undunseren Brüdern Hans und Heinrich von Liechtenstein gehabtund gethan haben, darum auch unser Bruder Mathcis von Liech-tenstein in ihrer Ungnade gewesen ist, und da sich unsere Vetternund Brüder jetzt völlig mit den Herzogen geeinigt haben: —daß wir zu dieser Vereinigung unfern Willen und Gunst williglichgeben, und daß wir geloben sie in allen Treuen und Ehren zuhalten und zu vollführen und niemals etwas dawider zu thun,weder mit geistlichem noch weltlichem Gericht noch ohne Gericht,weder heimlich noch öffentlich in keiner Weise."
Das waren der Forderungen noch nicht genug, die manan die Liechtensteiner stellte. Am nächsten Tage (7. Februar)fertigten sie eine neue Urkunde, darin wiederum kein anderesMotiv angeführt wird als die Ungnade der österreichischen Her-zoge und die Gefangenschaft, die sie deßhalb zu erleiden gehabthaben. In dieser Urkunde geloben sie, nachdem sie (schwerlich mitgutem und aufrichtigem Willen) die guten Dienste, die ihnenBurggraf Friedrich von Nürnberg und Graf Hermann von CMgethan, anerkannt haben, gegen die Herren von Oesterreich, gegenden Erzbischof Pilgrim von Salzburg, den Bischof Bertholdvon Freising, des Herzogs Albrecht von Oesterreich Kanzler,auch gegen alle anderen Herren, Pfaffen und Laien, Ritter undKnechte, wie sie auch heißen mögen, mitsammt ihren Dienernund Helfern, besonders auch gegen diejenigen, welche sie in das