Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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gung dieses Spruches wurde noch die Entscheidung des ObmannS,des Herzogs Leopold, eingeholt, welcher nach Anhörung seinerRäthc den Spruch bestätigte (9. April 1382), den GrafenHeinrich für straffällig und die vier Schlösser Viechtcnstein,Haibach, Ober- und Niederwesen dem Herzog Albrecht für ver-fallen erklärte.

Damit war man aber dem Frieden wenig näher gerückt;der Schiedsspruch berührte den eigentlichen Streit noch nicht,sondern erklärte den Grafen nur für vertragsbrüchig und straf-fällig. Auch war das Betragen des letzteren nicht darnach, nmirgend eine Nachgiebigkeit zu erwarten. Neue Versuche zum Friedengingen vom Burggrafen Friedrich von Nürnberg und HerzogFriedrich von Baicrn aus, insbesondere war der erste bemüht,seinen Schwiegersohn Herzog Albrccht von einem lästigen Gegnerzu befreien, und letzterer mochte durch den obschwcbendcn Streitzwischen Baiern und Salzburg, der auch Oesterreich berührteund den Grafen von Schaumbcrg in seinem Widerstande wohlbestärkte, sich zur Vermittlung veranlaßt fühlen. Erst wurdenHerzog Leopold von Oesterreich und Herzog Stephan von Baiern,die sich jeder einen Genossen wählen sollten, zu Schiedsrichternbestimmt und die Entscheidung etwaiger streitiger Punkte KönigWenzel und dem Burggrafen von Nürnberg übertragen. Diebairischen Herzoge versicherten die Unterwürfigkeit des Grafenvon Schaumburg und dieser versprach, dem Spruche zu folgen(18. Jänner 1383). Dann wieder sollten die drei, die HerzogeLeopold und Stephan und Burggraf Friedrich als Obmann, bisl. März den Spruch fällen und bis Ostern (1383) sein Inhaltvollzogen sein. Diese fällten auch ihren Spruch zu Nürnberg am28. Februar, wonach der Graf wieder erhalten sollte, was ihmim Kriege abgenommen war, dagegen habe er die Buße von12.0(X) Pfund Wiener Pfennige zu zahlen; alle Verträge, welchedes Grafen Vorfahren mit den Herzogen geschlossen, sollten inKraft bleiben, und der Graf — und dies ist wohl der Haupt-punkt — seine Allodialgütcr und auch die Lehen, die ihm andere