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1 (1868)
Entstehung
Seite
254
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gm seiner Bundesgenossen den Sieg davontragen mochte, von Reueergriffen. Sic kamen dem Kaiser, der ans Italien zurückkehrte, aufihre eigenen Kosten mit 200 Pferden ans Kärnthen nach Friaulentgegen, baten und erhielten auch Verzeihung. Dagegen setzten dieanderen Herren, welche sich unter den Schutz des Königs Matthiasvon Ungarn begaben, den Kampf fort, bis Paumkirchcr und Grci-scneck 1471 ihr Unternehmen mit dem Tode zu büßen hatten').Sei es, daß dieser Aufstand der steirischcn Edlen mit denen derösterreichischen in Beziehung stand, sei es, daß Nicolans wegenseiner österreichischen Besitzungen in den letzteren mitvcrwickcltwar, wir finden ihn auch ausdrücklich mit in die Gnaden- undFricdcnSnrkunde aufgenommen, welche der Kaiser 1475 den öster-reichischen Herren, an deren Spitze Heinrich von Liechtenstein vonNicolsburg stand, ausstellte 2).

Spätere Jahre gaben Nicolaus Gelegenheit genug, sich inden Angelegenheiten des Kaisers wieder Verdienste zu erwerben.Einfälle fremder feindlicher Truppen gab es um 1480 hinlänglich inSteiermark, erst der Türken, dann von der einen Seite der Un-garn, von der anderen der Truppen des mit Matthias von Ungarngegen den Kaiser verbündeten Erzbischofs von Salzburg. DieUrsachen dieses Krieges sind hier nicht zu erörtern. Während dieUngarn"), nachdem Untersteiermark bereits verheert war, 1480einen Einfall durch das obere Murthal ins Lungau und nachKärnthen machten, und es dabei unter Anführung eines Haupt-manns Haugwitsch ganz besonders auf des Liechtensteiners Leuteabgesehen hatten, sandte der Kaiser Nicolaus selbst gegen Salzburg,nachdem er ihn? 200 Man?? zu Fuß und 200 zu Pferd unterAllführung eines Hauptmanns Wulfcnstorfcr nach Murau zuHülfe geschickt hatte. Mit dieser Hülfe fiel Nicolaus (1480 oder1481) in das Lungan ein, DamSweg wurde eingeäschert, Mau-

>) Kurz, Kaiser Friedrich IV. Bd. 2. 102; Cäsar VI. 214 ff.;Valvasor, IV. 370.

2) Chmel, Mater. II. 326.

») Muchar VIII. 112 ff.