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1 (1868)
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tcrndorf geplündert. Hier gedachte sie der ungarische HauptmannHangwitsch, der van ihrem Anrücken zu Fricsach erfahren hatte,unvcrmnthct zu überfallen, allein er wurde geschlagen, gefangengenommen und nach Murau geführt. Nicolaus, ohne weitere Un-terstützung vom Kaiser gelassen, war dennoch zu schwach sich zubehaupten und zog sich wieder nach Steiermark zurück, das nunvon beiden Seiten, von Ungarn und Salzburg zugleich, ange-griffen wurde. Der salzburgischc Domprobst Ebran hatte esdabei auf die liechtensteinischen Güter selbst abgesehen, fiel in dasThal Gagran bei Selbach ein und richtctctc große Verwüstungenan. Seinerseits blieb Nicolans nichts schuldig und vergalt denSchaden, der ihm und den Seinen zugefügt wurde, wiederum durcheinen Einfall in das Salzburgischc').

In dieser Weise zog sich der Krieg, durch einen Waffen-stillstand im Jahre 1481 für kurze Zeit unterbrochen, in dieLänge. Ein Zwischenfall war es, der dann Nicolans und dieSeinen bewog, einen Frieden mit König Matthias von Ungarnzu machen. Die Sache wird so erzählt 2). Zu Bairdorf unterhalbMurau liegt ein Thurm und ein Amthof, die zu Salzburg ge-hörten, aber von Nicolaus in des Kaisers Gewalt gebracht waren.Dieser setzte zum Hüter einen gewissen Rulko, der es sich herausnahm, ohne Wissen und Willen der Liechtensteiner ans ihrerStadt Murau jemand gefangen zu nehmen und davon zu führen.Diese aber, die das nicht dulden wollten, fingen ihrerseits denRulko. Der Kaiser, unbekümmert um das Unrecht desselben, nahmsich seines Dieners an, verlangte seine Befreiung und warf seineUngnade und seinen Unwillen auf die Liechtensteiner. Dem aus-zuweichen vertrugen sie sich mit dein König von Ungarn, über-gaben demselben ihre Schlösser und ließen die Ungarischen inMurau, Grttnfels, Stein und in das feste Scltcnhcim in Kärn-then ein. Nach des Königs Tode sollten aber Stadt und Schloß

p Cäsar VI. 246.2) Muchar VIII. 130.

MW