Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
225
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die hier in Frage steht, wird dieselbe sein, worüber sich FriedrichsBruder Otto als sein Erbe mit den Stubcnbergcrn 1401 ver-glich. Wahrscheinlich hinterließ Friedrich darum keine Kinder.

Die Frage über die Nachkommenschaft Ulrichs oder Ottosmüssen wir zunächst an die Namen anknüpfen. Erst in den Jahren1414 und 1415 begegnen uns die Namen Ulrich und Ottowieder. Vom Jahr 1414 entnehmen wir aus Muchar >) die fol-gende Mittheilung: „Von Bleiburg eilte Herzog Ernst nachKlagcnfurt, um auf dem Zollselde bei Mariasaal und auf demHerzogsstnhle daselbst die Huldigung der Kärnthner nach ihreralterthümlichen symbolischen Weise und Feierlichkeit anzunehmen.Da crtheiltc er auch zu St. Veit bei der allgemeinen und bei derpersönlichen Belehnung dem Ulrich Otto von Liechtensteinzu Murau die Marschallswürde im Lande Kärnthen, sowie die-selbe schon sein Vater Otto von Liechtenstein getragen habe, undin welchem Amte er auch schon an seines Vaters Stelle bei derkärnthnerischen Huldigung dem Herzoge zur Seite gestanden sei^).Letzteres war kurz vorher geschehen.

Mit diesen Angaben Muchars erscheinen nicht ganz inUebereinstimmung zwei Regesten in den Mittheilungen des histo-rischen Vereins für Steiermark ^). Sie lauten: „1414. 18. MärzSü Veit. (Sonntag Lätare). Ernst Erzherzog zu Oesterreichbelehnt Ulrichen Otto von Liechtenstein zu Murau statt seinesVaters Otto von Liechtenstein mit dem Erbmarschallamte in Kärn-then auf dem Stuhle bei Sol." „1414. 25. März St. Veit.(Judica). Erzherzog Ernst zu Oesterreich belehnt Ulrich vonLiechtenstein zu Murau mit dem Marschallamte in Kärnthen."Nach Muchar versah Ulrich Otto die Marschalls.würde in Stcll-

') VII. ISS.

2) „Als wir unsere Lehen unseres Herzogthums Kärnthen auf demnächstvergangenen Sonntag Lätare zu leihen auf unserem Stuel bei Zoll,als das von Alter herkommen ist, haben berufen lassen." 1414 St. Veit.Sonntag Jndica.

2) Heft VII. 206. Nr. 318. 319.

Falke. Liechtenstein. 15